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Sau­na

Was ist eine Sauna?

Auf­güs­se, die aus ver­schie­de­nen Kräu­tern oder Sal­zen bestehen, wer­den in hei­ßes Was­ser gege­ben. Die­se Sau­na-Rezep­tu­ren sind durch­aus unter­schied­lich, aber alle befrei­en den Kör­per von Schad­stof­fen und Stoffwechselendprodukten.

Sau­na­raum
Sau­na-Block­hüt­te in Finnland
Sau­na in Est­land, erbaut 1896

Eine Sau­na (Plu­ral Sau­nen/Sau­nas; fin­nisch sau­na; auch Schwitz­stu­be oder fin­ni­sches Bad genannt[1]) ist ein Raum, der mit­hil­fe eines Sau­nao­fens auf 80 bis 105 Grad Cel­si­us erhitzt wird.[2] Das Schwitz­bad in der Sau­na kann der Gesund­heit und der Ent­span­nung die­nen. Häu­fig sind öffent­li­che Sau­nen an ein öffent­li­ches Schwimm­bad oder ein Fit­ness­stu­dio ange­schlos­sen und kön­nen mit ande­ren Ein­rich­tun­gen wie Dampf­bä­dern oder einem Warm­luft­bad kom­bi­niert sein. 

Seit dem 17. Dezem­ber 2020 ist die fin­ni­sche Sau­na­kul­tur ein Imma­te­ri­el­les Kul­tur­er­be der UNESCO.[3]

Der Sau­na­raum, der innen meis­tens mit Holz aus­ge­klei­det ist, wird mit einem Ofen auf eine Lufttem­pe­ra­tur zwi­schen 80 °C und 100 °C, sel­te­ner auch bis zu 130 °C erhitzt. Statt Holz- und Ölöfen wer­den heut­zu­ta­ge meist elek­tri­sche Öfen ver­baut, weil die­se ein­fa­cher und pro­blem­lo­ser im Betrieb sind. 

Die Sitz­bän­ke sind in zwei bis drei Stu­fen in einer Höhe von 0,5 m bis 1,5 m ange­ord­net, wobei die Tem­pe­ra­tur nach oben hin deut­lich zunimmt. Wich­tig in einer Sau­na ist die Luft­zir­ku­la­ti­on, es wird also kon­ti­nu­ier­lich Frisch­luft zuge­führt, die vom Ofen sofort auf­ge­heizt wird, sodass die Tem­pe­ra­tur im Raum kon­stant bleibt. Der ursprüng­li­che Sinn der Sau­na war der einer gründ­li­chen Rei­ni­gung des Kör­pers – so heißt es in Finn­land: „Die Frau­en sind am schöns­ten nach der Sau­na“. Sau­nie­ren wirkt sich aber auch posi­tiv auf das vege­ta­ti­ve Ner­ven­sys­tem und das all­ge­mei­ne Wohl­be­fin­den aus. Es hat zudem einen stär­ken­den Effekt auf das Immun­sys­tem und dient so ins­be­son­de­re der Abhär­tung gegen Erkäl­tun­gen. Auch das Haut­bild kann sich durch Sau­na­gän­ge ver­bes­sern.[4]

Um die Luft­feuch­tig­keit und damit die gefühl­te Tem­pe­ra­tur in der Sau­na zu erhö­hen, wird Was­ser auf die hei­ßen Stei­ne gegos­sen, die auf dem Sau­nao­fen lie­gen: Das wird als Auf­guss bezeich­net. Damit wird der löy­ly [gespro­chen: löülü] erzeugt (löy­ly ist ein fin­ni­sches Wort, das den durch den Auf­guss in der Sau­na ent­ste­hen­den Was­ser­dampf beschreibt). Die Zuga­be von äthe­ri­schen Ölen in den Auf­guss sowie das Ver­tei­len des Damp­fes durch Luft­schlä­ge mit einem Hand­tuch sind im deutsch­spra­chi­gen Raum und in Russ­land weit ver­brei­tet, in Finn­land dage­gen sel­ten, teil­wei­se auch verpönt.

Tech­nik

Bau­wei­sen

Neben häu­fig ver­wen­de­ten Sau­nen zum Ein­bau im Innen­be­reich und Sau­nahüt­ten zum Auf­bau im Frei­en gibt es auch sel­te­ner ver­wen­de­te Schwitz­zel­te, Infra­rot­sau­nen und Mobilsaunen. 

  • Mas­siv­sau­nen wer­den aus mas­si­ven Holz­boh­len Lage für Lage zusam­men­ge­fügt und zu einem hit­ze­dich­ten Wand­auf­bau zusam­men­ge­presst. Aus­frä­sun­gen (wie Nut und Feder) sor­gen für eine sta­bi­le Ver­zah­nung, die Boh­len kön­nen sich aber kon­trol­liert bewe­gen. Das natür­li­che Mate­ri­al Holz nimmt die Feuch­tig­keit des Sau­nain­nen­raums auf und gibt sie auch wie­der ab. So wird jede Art von Schim­mel­bil­dung, die bei einer völ­li­gen luft­dich­ten Iso­lie­rung ent­steht, ver­mie­den. Höl­zer haben hygie­ni­sche und kli­ma­ti­sche Vor­tei­le, beson­ders bei der Ver­wen­dung der soge­nann­ten Blockbohlen.
  • Ele­mentsau­nen wer­den mehr­la­gig auf­ge­baut. Lage 1: Innen­sei­tig eine Holz­scha­lung mit ca. 12 mm bis 19 mm Dicke. Lage 2: eine hit­ze­be­stän­di­ge Dampf­sper­re (meist aus Rei­nalu­mi­ni­um). Lage 3: ein Zwi­schen­raum aus hit­ze­be­stän­di­gem und aus­ga­sungs­frei­em Iso­lier­ma­te­ri­al (meist Stein- oder Glas­wol­le). Lage 4: eine Außen­la­ge aus Holz. Die Ele­mentsau­na wird aus vor­ge­fer­tig­ten Ele­men­ten zusam­men­ge­setzt. Sie ist leicht mon­tier­bar und (zum Bei­spiel wegen Umzugs) demon­tier­bar. Sie wird von Hand­wer­kern oder im Eigen­bau in Kel­lern, Dach­stüh­len oder Gär­ten her­ge­stellt und in bestehen­de Räu­me eingebaut.
  • Mobil­sau­nen wer­den häu­fig auf PKW-Anhän­gern oder ande­ren Fahr­zeu­gen ein­ge­baut oder auf­ge­setzt. Sie die­nen den Betrei­bern dazu, mit ihrer Sau­na an Ört­lich­kei­ten (z. B. an einen See) zu fahren.
  • Schwitz­zel­te. In alten Kul­tu­ren dien­ten über Feu­er­stel­len auf­ge­schla­ge­ne Zel­te als Schwitzräume.

Für die Innen­ver­klei­dung der Sau­nen (Wän­de und Decke) kön­nen Pro­fil­höl­zer mit Nut und Feder, Mas­siv­holz oder sau­na­ge­eig­ne­te Fur­nier­höl­zer ver­wen­det wer­den. Für die Sitz­bän­ke und den Anlehn­be­reich hin­ge­gen wer­den in Holz­sau­nen oft ande­re Holz­ar­ten ver­wen­det: bevor­zugt wer­den meist harz­ar­me Höl­zer bzw. Holz­ar­ten mit gerin­ger Wär­me­leit­fä­hig­keit[5] wie Aba­chi, Dou­gla­sie oder Espe. Auch wenn Aba­chi-Holz sich gut als Saun­a­holz eig­net, soll­te von der Ver­wen­dung abge­se­hen wer­den. Bereits 2007 riet das deut­sche Bun­des­amt für Natur­schutz davon ab, Aba­chi zu nut­zen, da das Holz aus dem zweit­größ­ten Regen­wald­ge­biet der Erde ent­nom­men wird. Als Alter­na­ti­ve bie­tet sich Espen­holz an.[6]

Wär­me­quel­len

Grund­sätz­lich wird Wär­me von einem Sau­nao­fen durch Wär­me­strah­lung (bestimm­ter Wel­len­län­ge abhän­gig von der Tem­pe­ra­tur, gemäß dem Planck­schen Strah­lungs­ge­setz) und Wär­me­ab­ga­be an die vor­bei­strei­chen­de Luft und durch Bin­dung als laten­te Wär­me im Was­ser­dampf abge­ge­ben. Die Wär­me­strah­lung erwärmt alle Kör­per, die sie trifft. Sie erwärmt vor allem die Wän­de und Bän­ke der Sau­na, die dann ihrer­seits „sanf­te­re“ Wär­me­strah­lung gerin­ge­rer Strah­lungs­in­ten­si­tät abge­ben (mit einer höhe­ren Wel­len­län­ge auf­grund der gerin­ge­ren Tem­pe­ra­tur als der Ofen). 

Fol­gen­de Wär­me­quel­len kom­men für eine Sau­na in Frage: 

  • Elek­tro­ofen: Mit­tels elek­tri­scher Heiz­stä­be wird Wär­me erzeugt und an die Raum­luft oder/​und an Stei­ne abge­ge­ben. Wich­tig beim Anschluss elek­tro­tech­ni­scher Anla­gen in Sau­nen ist die Ver­wen­dung von hit­ze­be­stän­di­gen Lei­tun­gen (z. B. Silikonleitungen)
  • Holz­ofen: In einer geschlos­se­nen Brenn­kam­mer wird ein Holz­feu­er betrie­ben, das sei­ne Ver­bren­nungs­luft von außen bezieht. In Deutsch­land unter­liegt ihr Betrieb der Ver­ord­nung über klei­ne und mitt­le­re Feue­rungs­an­la­gen (1. BIm­SchV)[7] und der jewei­li­gen Feu­er­stät­ten­ver­ord­nung der Länder.
  • Holz­feu­er: In tra­di­tio­nel­len Kul­tu­ren wur­den Feu­er direkt in Sau­nen ent­facht, um dort Stei­ne zu erhit­zen. Die­se dien­ten nach dem Erlö­schen des Feu­ers als Wärmequelle.
  • Infra­rot­lich­ter: Infra­rot­lam­pen erhit­zen die Sau­na mit­tels Strah­lungs­wär­me. Dabei soll die Strah­lungs­wär­me direkt die Kör­per­ober­flä­che des Sau­nie­ren­den erhitzen.
  • Gas­ofen: Die Wär­me wird mit­tels der Sau­na­stei­ne in der Kabi­ne ver­teilt. Dazu wird die Luft, die der Gas­ofen durch eine Öff­nung am Boden zieht, erhitzt und auf die Stei­ne über­tra­gen. Wich­tig bei Gas­öfen ist ein feu­er­fes­ter Unter­grund bzw. eine feu­er­fes­te Rückwand.

Sau­na­stei­ne

Als Auf­guss­stei­ne für den Sau­nao­fen wer­den übli­cher­wei­se wit­te­rungs­be­stän­di­ge Gestei­ne wie Gra­ni­te oder Dia­bas, die weni­ge Klüf­te oder Ris­se auf­wei­sen, oder poren­rei­che Vul­kan­ge­stei­ne verwendet. 

Sau­na­kul­tur

Der Besuch einer Sau­na wird sau­nie­ren oder sau­nen genannt. Er dient der kör­per­li­chen Erbau­ung, der Gesund­heit, der Kör­per­rei­ni­gung und der Ver­bes­se­rung des Wohl­be­fin­dens.[8] Sau­n­a­ba­den bzw. der Sau­na­be­such kann auch ein gesell­schaft­li­ches Ereig­nis sein; man trifft sich in der Sau­na. Damit kann das heu­ti­ge Sau­n­a­ba­den zum all­ge­mei­nen Wohl­füh­len beitragen. 

Bezüg­lich Geschlech­ter­tren­nung und Beklei­dung in der Sau­na exis­tie­ren erheb­li­che natio­na­le Unter­schie­de (sie­he Sau­na in ande­ren Län­dern). Im deutsch­spra­chi­gen Raum, in Skan­di­na­vi­en, den bal­ti­schen Län­dern, den Bene­lux-Staa­ten, Nord­ita­li­en, Slo­we­ni­en, Kroa­ti­en und Russ­land wer­den Sau­nen in der Regel nackt betre­ten; Aus­nah­me sind die soge­nann­ten Tex­til­sau­nen. In vie­len ande­ren Län­dern, vor allem im roma­ni­schen Sprach­raum, ist nackt sau­nie­ren unüb­lich oder sogar verboten. 

In den meis­ten Län­dern herrscht Geschlech­ter­tren­nung, ins­be­son­de­re dort, wo nackt sau­niert wird. Im deutsch­spra­chi­gen Raum ist dage­gen die Mehr­heit der öffent­li­chen Sau­nen gemischt­ge­schlecht­lich, teil­wei­se exis­tie­ren für Frau­en, sel­te­ner für Män­ner, sepa­ra­te Zonen oder Tage. 

In Fäl­len, in wel­chen die Betrei­ber der Sau­na Men­schen aus sexu­el­ler Moti­va­ti­on gezielt als Kund­schaft haben wol­len, spricht man von einer Kon­takt­sau­na oder auch einem Sau­na­club. In den meis­ten Sau­nen ist jedoch sexu­el­les Ver­hal­ten sowohl von den Betrei­bern als auch von der Mehr­heit der Sau­na­gäs­te uner­wünscht und kann zu einem Haus­ver­bot führen. 

In den skan­di­na­vi­schen Län­dern, wie auch im rus­si­schen Raum – dort ban­ja genannt – hat die Sau­na eine enor­me Bedeu­tung bei der Pfle­ge sozia­ler Kon­tak­te. Unter Geschäfts­leu­ten ist es üblich, sich in der Sau­na zu tref­fen und dort geschäft­li­che Ent­schei­dun­gen zu fäl­len. Über Gesamt­skan­di­na­vi­en betrach­tet, nimmt die­se Bedeu­tung der Sau­na jedoch nach Süd­wes­ten hin stark ab und hat ins­be­son­de­re im süd­li­chen Nor­we­gen kei­nen höhe­ren Stel­len­wert mehr als bei­spiels­wei­se in Deutschland. 

Zusam­men­ge­bun­de­ne Bir­ken­zwei­ge (fin­nisch vas­ta oder vih­ta bzw. rus­sisch wenik) die­nen als „Peit­sche“ für die Haut­mas­sa­ge in der Sauna.

Sowohl in der Sau­na als auch in der rus­si­schen Ban­ja beliebt ist die Mit­nah­me von Büscheln, meis­tens aus Bir­ken­zwei­gen (finn.: vih­ta bzw. vas­ta, russ.: wenik), mit denen der gesam­te Kör­per „abge­schla­gen“ wird, um die Blut­zir­ku­la­ti­on anzu­re­gen. Die­se Zwei­ge sind, im Gegen­satz zu Bir­ken­ru­ten, nicht ent­blät­tert und erzeu­gen somit kei­nen Schmerz. Im Som­mer wer­den oft fri­sche Zwei­ge ver­wen­det, im Win­ter dage­gen ent­we­der Zwei­ge, die im Früh­som­mer getrock­net wur­den oder tief­ge­fro­re­ne Büschel, die es in fin­ni­schen Super­märk­ten zu kau­fen gibt. Getrock­ne­te Zwei­ge wer­den vor dem Gebrauch in hei­ßem Was­ser ein­ge­weicht. Das dar­aus ent­stan­de­ne Was­ser eig­net sich als aro­ma­ti­sier­ter Aufguss. 

Medi­zi­ni­sche Wirkungen

Das Sau­nie­ren soll vor allem der Abhär­tung gegen Erkäl­tungs­krank­hei­ten die­nen und kann auch bei eini­gen Erkran­kun­gen als the­ra­peu­ti­sche Anwen­dung genutzt wer­den, bei­spiels­wei­se bei Stö­run­gen des vege­ta­ti­ven Ner­ven­sys­tems. Auch bei Arthro­se oder chro­ni­schen Rücken­schmer­zen kön­nen Sym­ptom­lin­de­run­gen auf­tre­ten.[4]

Die Erhö­hung der Kör­per­tem­pe­ra­tur auf bis zu 39 °C[9] wäh­rend der Schwitz­pha­se (künst­li­ches Fie­ber) bewirkt inner­halb des Kör­pers das­sel­be, was auch ein ech­tes Fie­ber bewirkt, näm­lich einen Anstieg der Hit­ze­s­chock­pro­te­ine und auch erhöh­te Akti­vi­tät von Immun­zel­len wie neu­tro­phi­len Gra­nu­lo­zy­ten, Makro­pha­gen und Lym­pho­zy­ten, die für die Infekt­ab­wehr wich­tig sind.[10]

Die Abfol­ge von Hit­ze mit dem anschlie­ßen­den Kalt­bad ent­spannt die Mus­ku­la­tur und hat neben eini­gen phy­sio­lo­gi­schen Effek­ten wie einer kurz­fris­ti­gen star­ken Stei­ge­rung des Blut­drucks,[11][12] Anre­gung des Kreis­laufs, des Stoff­wech­sels, des Immun­sys­tems und der Atmung vor allem auch eine wohl­tu­en­de Aus­wir­kung auf das sub­jek­ti­ve Wohlbefinden. 

Sau­n­a­ba­den dient auch der Haut­pfle­ge und ver­lang­samt die Haut­al­te­rung;[13][14][15] unmit­tel­bar nach dem Betre­ten des Sau­na­rau­mes reagiert die Haut, die Blut­ge­fä­ße wei­ten sich, die Durch­blu­tung nimmt zu, und die Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tur steigt nach etwa 15-minü­ti­gem Auf­ent­halt auf 40 – 42 °C an; in der Abkühl­pha­se ver­en­gen sich die Blut­ge­fä­ße dann wie­der durch Kalt­was­ser­an­wen­dun­gen (Gefäß­trai­ning).

Das Schwit­zen sowie die wie­der­hol­ten Was­ser­an­wen­dun­gen bewir­ken außer­dem eine sehr gründ­li­che, aber scho­nen­de Kör­per­rei­ni­gung; die obers­te Horn­schicht der Haut quillt auf, ver­horn­te Haut­zel­len lockern sich und kön­nen leicht abge­spült wer­den. Bei sehr tro­cke­ner Haut wird die Struk­tur durch Akti­vie­rung der Schweiß­drü­sen und Was­ser­ein­la­ge­run­gen in die Horn­schicht verbessert. 

Sau­nie­ren wäh­rend der Schwan­ger­schaft ist mög­lich.[4]

Kon­tra­in­di­ka­tio­nen

Men­schen mit Ent­zün­dun­gen, mit aku­ten Infek­ti­ons­krank­hei­ten, mit Herz-Kreis­lauf-Krank­hei­ten, mit Venen­throm­bo­sen oder Krampf­ader­lei­den wird im All­ge­mei­nen vom Besuch einer Sau­na, eines Hamam, einer Ban­ja oder eines Dampf­ba­des abge­ra­ten. Gege­be­nen­falls soll­ten älte­re Men­schen ihren Haus­arzt befra­gen.[4]

Sau­nie­ren von Sportlern

Bei Sport­lern sind die oben beschrie­be­nen Aus­wir­kun­gen aus­ge­präg­ter als bei Nicht-Sport­lern.[16] Die Fra­ge bleibt aller­dings offen, ob das an der Erhö­hung der Kör­per­tem­pe­ra­tur, am Abküh­len danach oder an die­ser Form des Wech­sel­ba­des liegt.[17]

Sau­na­va­ri­an­ten

Das Dampf­bad

Raum eines Dampfbades

(auch Nebel­bad) ist eine Vari­an­te der Sau­na mit nied­ri­ge­rer Tem­pe­ra­tur und höhe­rer Luft­feuch­tig­keit. Eini­ge Betrei­ber ver­set­zen den Dampf mit einem Duft, z. B. Euka­lyp­tus. Dampf­schwitz­bä­der wur­den in der Anti­ke erfun­den (Suda­to­ri­um).

Dampf­bä­der gibt es in ver­schie­de­nen Formen: 

  • Cal­da­ri­um (römi­sches Dampfbad)
  • Hamam (tür­ki­sches Dampfbad)
  • Ban­ja (rus­si­sches Dampfbad)
  • Sen­tō (japa­ni­sches Dampfbad)
  • Mexi­ka­ni­sches Temaz­cal
  • nord­ame­ri­ka­ni­sche Schwitz­hüt­te (Ini­pi)
  • Iri­sches Dampfbad
  • moder­ne Dampfbäder
  • Soft­dampf­bä­der
  • Tyla­ri­um (Kom­bi­na­ti­on einer tra­di­tio­nel­len Sau­na und eines mil­den Dampfbades)
  • Bio­dampf­bad

Sau­naar­ten

Grö­ße­rer Saunaraum
  • Fin­ni­sche Blockhaussauna
  • Inte­grier­te Sau­na (Bade­zim­mer)
  • Fin­ni­sche Rauch­sau­na
  • Fin­ni­sche Keloholz­sau­na
  • Wei­te­re Vari­an­ten, die sich allein auf­grund ihrer Aus­ge­stal­tung, ihrer Lage oder ihres „Mot­tos“ von der „klas­si­schen“ Sau­na unter­schei­den (etwa „Erd­sau­na“, „Höh­len­sau­na“, „Stol­len­sau­na“, die an india­ni­sche Tra­di­tio­nen anknüp­fen­de „Schwitz­hüt­te“ oder die „Salz­sau­na“)
  • Für Woh­nun­gen oder Gebäu­de mit wenig Platz gibt es Sau­na­mo­del­le, wel­che mit Infra­rot­strah­lern beheizt wer­den. Hier gelangt die Tem­pe­ra­tur meist aber nicht über 60 °C hin­aus. Sol­che Model­le nennt man auch Wär­me­ka­bi­ne.[18]

Feuch­tes Warmluftbad

Im feuch­ten Warm­luft­bad, auch Bio­sau­na genannt, herr­schen nied­ri­ge­re Tem­pe­ra­tu­ren als in der klas­si­schen (fin­ni­schen) Sau­na, in der Regel etwa 45 – 60 °C bei einer Luft­feuch­tig­keit von ca. 40 – 55 Pro­zent. Sie gilt als kreis­lauf­scho­nen­der und wird häu­fig kom­bi­niert mit Zuga­be von äthe­ri­schen Ölen oder spe­zi­el­ler Beleuch­tung (Licht­the­ra­pie). Die Ver­weil­dau­er ist höher als in der nor­ma­len Sau­na, ca. 15 – 30 Minu­ten, ansons­ten ist der Ablauf der gleiche. 

Tex­til­sau­na

Der Begriff Tex­til­sau­na bezieht sich auf die Klei­der­ord­nung in der Sau­na und sagt zunächst nichts über die Art der Sau­na selbst aus. In Tex­til­sau­nen wird Bade­klei­dung getra­gen. Tex­til­sau­nen sind bevor­zugt in Schwimm­bä­dern anzu­tref­fen, oft han­delt es sich um Dampf­sau­nen. Tex­til­sau­nen haben den Vor­teil, dass sie sich ohne zusätz­li­che Umklei­de­räu­me leicht in den nor­ma­len Bade­be­trieb inte­grie­ren las­sen. In den USA und Asi­en ist die Tex­til­sau­na die übli­che Art der Sau­na. In Süd­eu­ro­pa und Frank­reich sind Nackt­sau­nen nur geschlech­ter­ge­trennt üblich. Auch in der West­schweiz und im Tes­sin ist die Tex­til­sau­na weit verbreitet. 

Das The­ma Tex­til­sau­na oder Nackt­sau­na wird in Deutsch­land unter Sau­na­gän­gern oft kon­tro­vers und emo­tio­nal dis­ku­tiert, auch weil fun­dier­te wis­sen­schaft­li­che und medi­zi­ni­sche Unter­su­chun­gen fehlen. 

Haupt­ar­gu­men­te von Nacktsauna-Befürwortern: 

  • Tra­di­tio­nel­le Gewohn­hei­ten im deutsch­spra­chi­gen und nord­eu­ro­päi­schen Raum
  • Hygie­ni­sche und phy­sio­lo­gi­sche Grün­de durch behin­der­te Wär­me­zir­ku­la­ti­on auf Grund von getra­ge­ner Badebekleidung
  • Chlor­be­las­tung durch in Bade­klei­dung mit­ge­führ­tes Schwimmbeckenwasser

Haupt­ar­gu­men­te von Textilsauna-Befürwortern: 

  • Psy­chi­sches Unwohl­sein durch unge­woll­te Nackt­heit und Nacktzwang
  • Hygie­ni­sche und phy­sio­lo­gi­sche Grün­de durch behin­der­te Wär­me­zir­ku­la­ti­on auf Grund von aus Scham groß­flä­chig umschlun­ge­nen und getra­ge­nen Badetüchern

Ablauf eines Sauna-Besuchs

Sau­na-Ver­hal­tens­re­geln

In öffent­li­chen Sau­nen soll­ten eini­ge Din­ge beach­tet werden: 

  • Im deut­schen Sprach­raum wird ein aus­gie­bi­ges Duschen vor dem Gang in die Sau­na erwartet.
  • Ein gro­ßes Hand­tuch als Sitz­un­ter­la­ge bzw. Lie­ge­un­ter­la­ge soll­te mit­ge­bracht wer­den („kein Schweiß auf Holz“); ein zwei­tes, klei­ne­res, wird zum Abtrock­nen empfohlen.
  • Eine Begrü­ßung beim Betre­ten einer Sau­na gehört zum guten Ton.[19]
  • Anders als in skan­di­na­vi­schen Sau­nen wird im deut­schen Sprach­raum beim Auf­guss wenig gesprochen.

Die Ver­hal­tens­wei­sen in einer Sau­na kön­nen sich von Land zu Land stark unter­schei­den. Auch die Fra­ge, ob das Sau­nie­ren in einer öffent­li­chen oder in einer pri­va­ten Sau­na statt­fin­det, spielt eine Rol­le. Wäh­rend bei­spiels­wei­se die Kör­per­rei­ni­gung in einer fin­ni­schen Pri­vat­sau­na im Sau­na­raum selbst erfol­gen kann, wird die­ser Vor­gang in einer öffent­li­chen Sau­na aus hygie­ni­schen Grün­den unter die Dusche verlegt. 

Bräu­che in der öffent­li­chen Sau­na im deutsch­spra­chi­gen Raum

Der Besuch eines Sau­n­a­ba­des beginnt mit dem Duschen und gründ­li­chen Abtrock­nen; vor dem ers­ten Sau­na­gang soll­te die Haut­ober­flä­che wie­der tro­cken sein, da sonst das Schwit­zen ver­zö­gert wird. Die Sau­nie­ren­den sit­zen bzw. lie­gen in der Sau­na­ka­bi­ne weit­ge­hend oder voll­stän­dig unbe­klei­det. Um Ver­un­rei­ni­gun­gen zu ver­hin­dern, legt man ein Hand­tuch unter den Kör­per, das den Schweiß auf­fängt. Im Hei­mat­land der Sau­na, Finn­land, wer­den auch oft Lei­nen­tü­cher, Ein­mal­un­ter­la­gen oder oft gar kei­ne Unter­la­gen ver­wen­det, da halb­war­me feuch­te Hand­tü­cher oft als unhy­gie­nisch emp­fun­den wer­den. Zum Schutz des Kop­fes vor Über­hit­zung wer­den ver­ein­zelt Hüte, meist aus Filz, getra­gen (auch Sau­na­hut genannt).[20]

In der Auf­guss-Sau­na liegt die rela­tiv nied­ri­ge Luft­feuch­tig­keit bei einer Tem­pe­ra­tur von 100 °C an der Decke nur bei etwa 2 – 5 % rela­ti­ver Feuch­te. Dem Auf­guss­was­ser wer­den häu­fig äthe­ri­sche Öle bei­gefügt. Im deutsch­spra­chi­gen Raum wird der Was­ser­dampf oft mit einem so genann­ten Wachel­tuch ver­teilt. In Finn­land ist die­ser Brauch unbe­kannt; so erreicht man dort eher eine Schich­tung der Luft, so dass die Luft auf den unte­ren Bän­ken für Kin­der und Untrai­nier­te bes­ser geeig­net ist. Grö­ße­re Sau­naan­stal­ten bie­ten neben der Auf­guss-Sau­na noch eine Tro­cken­sau­na (auch Saha­ra-Sau­na genannt) mit gerin­ge­rer Luft­feuch­tig­keit und ohne Auf­guss an. 

Auf den ins­ge­samt 8- bis 15-Minu­ten-Auf­ent­halt in der Sau­na­ka­bi­ne folgt zunächst eine kur­ze Abkühl­pha­se an der fri­schen Luft, bei der die Lun­ge beson­ders gut Sauer­stoff auf­neh­men kann und die Atem­we­ge rascher wie­der abküh­len; die­ses Luft­bad soll­te vor dem Kalt­du­schen genom­men wer­den. Es folgt ein kal­tes Abdu­schen des Schwei­ßes. Dem Schwall­guss kann ein kal­tes Bad oder ein Guss mit kal­tem Was­ser (Kalt­du­schen) fol­gen: Ent­we­der in einer Dusche oder Schwall­du­sche, einem Tauch­be­cken (Kneipp-Becken), einem Fluss, See oder – falls vor­han­den – durch Wäl­zen im Schnee oder Abrei­ben mit gesto­ße­nem Eis. Anschlie­ßend sucht man zur Erho­lung einen Ruhe­raum oder Tepi­da­ri­um auf; dabei kann ein indi­vi­du­ell unter­schied­lich star­kes Nach­schwit­zen ein­set­zen. Medi­zi­nisch sinn­voll sind in der Abkühl­pha­se war­me Fuß­bä­der, auch um dem Nach­schwit­zen entgegenzuwirken. 

Tauch­be­cken zur Abküh­lung nach dem Saunagang

In der Regel wie­der­holt man die gesam­te Pro­ze­dur mit min­des­tens vier­tel­stün­di­gen Pau­sen zwei- bis drei­mal; mehr als drei Sau­na­gän­ge bewir­ken in der Regel kei­nen höhe­ren Nut­zen, kön­nen jedoch zu star­ken Ermü­dungs­er­schei­nun­gen füh­ren. In öffent­li­chen Sau­na­bä­dern wer­den in regel­mä­ßi­gen Abstän­den Auf­güs­se meist unter Zusatz von Duf­tölen durch­ge­führt. Eine emp­feh­lens­wer­te Ein­tei­lung des Sau­na­be­suchs liegt bei 

  • etwa 8 – 15 Minu­ten Schwitzphase,
  • etwa 15 Minu­ten Abkühl­pha­se und
  • etwa 15 Minu­ten Ruhephase.

Die­se Anga­ben kön­nen jedoch nur als ers­te Ori­en­tie­rung die­nen, jeder Sau­na­be­su­cher muss sei­nen eige­nen Rhyth­mus fin­den. Jeder Tag ist ein ande­rer, obers­te Richt­li­nie ist die eige­ne Emp­fin­dung. Uner­fah­re­ne Sau­na­gän­ger soll­ten sich an einen Betrieb mit einem Sauna­meis­ter wenden. 

Sau­na in Finnland

Ein let­ti­sches Sau­nah­aus (pirts)

Die Sau­na ist ein ele­men­ta­rer Bestand­teil der fin­ni­schen Kul­tur. Die in fast jedem Haus (auch Miets- und Feri­en­häu­sern) vor­han­de­ne Pri­vat­sau­na dient der Ent­span­nung und Kör­per­rei­ni­gung. In der tra­di­tio­nel­len Form ersetzt die Sau­na das Bade­zim­mer, d. h. die kom­plet­te Kör­per­rei­ni­gung fin­det dort statt, in moder­nen Wohn­häu­sern wer­den teil­wei­se Bade­zim­mer und Sau­na zusam­men­ge­legt. Wenn in frü­he­rer Zeit ein neu­es Haus ange­legt wur­de, wur­de zuerst das Sau­na­ge­bäu­de errich­tet. Die Sau­na war der ein­zi­ge Raum, in dem es hei­ßes Was­ser gab, außer­dem der sau­bers­te und ste­rils­te, wes­halb dort auch die Kin­der gebo­ren wur­den. Babys wer­den schon früh­zei­tig mit in die Sau­na genom­men, was in Maßen aus­ge­übt medi­zi­nisch unbe­denk­lich ist. 

In frei­ste­hen­den Wohn­häu­sern ist die Sau­na manch­mal im Kel­ler unter­ge­bracht, in älte­ren Häu­sern in einem geson­der­ten Gebäu­de, das meist auch einen Ruhe­raum, einen Schup­pen und even­tu­ell eine Außen­toi­let­te beinhal­tet. In Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern gibt es häu­fig eine Gemein­schafts­sau­na, die sich die Mie­ter nach einem Sau­na­plan tei­len. In den 1990er Jah­ren ging man zuneh­mend dazu über, auch in klei­nen Woh­nun­gen eine klei­ne Sau­na ins Bad mit ein­zu­bau­en. In Mehr­fa­mi­li­en­häu­sern wird die Sau­na in der Regel elek­trisch beheizt. Aller­dings schwö­ren die Fin­nen wei­ter­hin auf eine tra­di­tio­nel­le Behei­zung mit Holz. 

Im Inne­ren einer fin­ni­schen Rauch­sau­na bei Uusikau­pun­ki

Die tra­di­tio­nel­le bzw. ursprüng­li­che Form der fin­ni­schen Sau­na ist die Rauch­sau­na (finn. savu­sau­na). Hier wird ein gro­ßer Stein­hau­fen über meh­re­re Stun­den, zumeist den gan­zen Tag lang mit gro­ßen Holz­schei­ten auf­ge­heizt, wobei sich der Rauch im Sau­na­raum selbst aus­brei­tet. Die unters­te und obers­te Stein­schicht besteht aus dün­nen, fla­chen Stei­nen, um die Holz­schei­te zu tra­gen. Alter­na­tiv wur­den frü­her auch alte Ölfäs­ser oder Eisen­stan­gen ver­wen­det.[21] Wenn das Feu­er erlo­schen ist, wird die Asche weg­ge­räumt, der Rauch zieht durch eine Öff­nung in der Decke oder ver­schließ­ba­ren Abzugs­roh­ren ab, manch­mal wird der Ruß von den Sitz­bän­ken abge­wischt. Nun erfolgt ein star­ker ers­ter Auf­guss, durch den der rest­li­che Rauch aus der Sau­na „getrie­ben“ wird. Jetzt kann die Sau­na für meh­re­re Stun­den benutzt wer­den. Der Stein­hau­fen und die in ihm gespei­cher­te Hit­ze dient stun­den­lang als der Sau­nao­fen (kiuas). Der Auf­guss­dampf brei­tet sich durch das gro­ße Stein­vo­lu­men sehr „weich“ in den Raum aus. 

Zur mobi­len Sau­na umge­bau­ter VW-Bus in Hel­sin­ki

In Finn­land gibt es kei­ne fes­ten Zeit­dau­ern für die Län­ge eines Sau­na­gan­ges oder der Pau­sen. Es reicht vom schnel­len fünf­mi­nü­ti­gen Sau­na­gang zwi­schen­durch bis zum stun­den­lan­gen „Sau­na­ma­ra­thon“. Zudem sind die Sau­na­gän­ge und die Pau­sen abhän­gig von der Tem­pe­ra­tur in und außer­halb der Sau­na sowie vom sozia­len Gesche­hen um die Sau­na her­um. Prin­zi­pi­ell unbe­kannt ist in der fin­ni­schen Sau­na ein Bade­meis­ter, in öffent­li­chen Sau­nen höchs­tens zum An- und Aus­schal­ten oder zum Brenn­holz-Nach­le­gen. Denn das rich­ti­ge Maß für einen Auf­guss kennt nur der Sau­nie­ren­de. Den Auf­guss macht in der Regel der­je­ni­ge, der neben dem Auf­gus­sei­mer sitzt, oft auf der obers­ten Bank, wo die Tem­pe­ra­tur am bes­ten ein­ge­schätzt wer­den kann. In aller Regel wird das unge­schrie­be­ne Gesetz „sil­lä puheet kenel­lä kuup­pa“ befolgt, was frei über­setzt so viel heißt wie „wer die Kel­le hat, hat das Wort“. Alle paar Minu­ten wird Was­ser auf­ge­gos­sen, so dass aus­rei­chend Dampf und Hit­ze ent­steht, was das Wedeln mit dem Hand­tuch über­flüs­sig macht. In Finn­land gilt es als höf­lich, wenn ein frisch in den Sau­na­raum Ein­tre­ten­der eine Kel­le Was­ser über die Stei­ne wirft, um den durch das Öff­nen der Türe ent­stan­de­nen Wär­me­ver­lust dem Emp­fin­den nach aus­zu­glei­chen. In der Öffent­lich­keit und bei grö­ße­ren Fami­li­en prak­ti­zie­ren die Fin­nen in der Regel Geschlech­ter­tren­nung. Bei grö­ße­ren Fami­li­en­fes­ten kann es vor­kom­men, dass zwi­schen­durch ein­mal oder auch mehr­mals täg­lich sau­niert wird. Tra­di­tio­nell ist auch die Weih­nachts­sau­na am Hei­li­gen Abend, in der man sich für die fol­gen­den Fei­er­lich­kei­ten reinigt. 

Eis­loch bei einer Sau­na bei Vuo­kat­ti

Das Zuge­ben von Duf­tölen zum Auf­guss­was­ser ist regio­nal unter­schied­lich stark ver­brei­tet, man­cher­orts eher ver­pönt und nicht in die fin­ni­sche Sau­na gehö­rend. Ver­brei­te­ter ist eher das Hin­zu­fü­gen von Duf­tölen direkt in die Schöpf­kel­le für einen Was­ser­wurf sowie das Mit­neh­men von Bir­ken­zwei­gen und Bier in die Sau­na. Ein belieb­ter Duft ist der von Teer, so dass es nach dem Auf­guss nach dem Inne­ren eines alten Segelscho­ners riecht. Das auch in rus­si­schen Sau­nen weit ver­brei­te­te leich­te ‘Peit­schen’ der Haut mit Bir­ken­zwei­gen hat einen mas­sa­ge­ähn­li­chen anre­gen­den Effekt, zudem wird dadurch ein ange­neh­mer Bir­ken­duft ver­brei­tet. Die Bir­ken­blät­ter geben beim Peit­schen eine Sub­stanz ab, die eine leich­te sei­fen­ar­ti­ge Wir­kung aus­übt. In West­finn­land hei­ßen die Bir­ken­bü­schel vih­ta und in Ost­finn­land vas­ta, wobei die jewei­li­ge Bevöl­ke­rungs­grup­pe scherz­haft-ver­bis­sen die Über­zeu­gung pflegt, dass allein „ihre“ Bezeich­nung die ein­zig kor­rek­te ist. Die Büschel wer­den nach Mitt­som­mer gesam­melt (zu jun­ge Zwei­ge sind kleb­rig) und tro­cken gela­gert oder es wer­den fri­sche tief­ge­fro­re­ne Büschel aus dem Super­markt ver­wen­det. Manch­mal wer­den sie auch getrock­net und für die Anwen­dung in der Sau­na in hei­ßem Was­ser gebrauchs­fer­tig gemacht. In Est­land wer­den für den glei­chen Zweck oft Wachol­der­zwei­ge ver­wen­det, deren Nadeln pri­ckeln und als leicht schmerz­haft emp­fun­den wer­den können. 

Nach jedem Sau­na­gang erfolgt das Abküh­len an der fri­schen Luft oder unter der Dusche. Wenn mög­lich, wird auch ger­ne ein Bad im See genom­men oder sich im Schnee gewälzt. Die Abkühl­pha­se dau­ert so lan­ge, bis man sich für den nächs­ten Sau­na­gang bereit fühlt. Trin­ken zwi­schen den Sau­na­gän­gen ist üblich; Bier, Saft oder Limo­na­de wer­den bevor­zugt. Nach dem letz­ten Sau­na­gang erfolgt die Kör­per­rei­ni­gung, ent­we­der in der Sau­na selbst oder einer dane­ben­lie­gen­den Dusche. Die Dau­er eines kom­plet­ten Sau­na­be­su­ches ist sehr indi­vi­du­ell und liegt oft­mals zwi­schen einer und drei Stunden. 

Jean-Bap­tis­te Le Prince: Öffent­li­ches Bad in Russ­land (um 1765)

Sau­na im rus­si­schen Raum

Gro­ße Bedeu­tung hat in Russ­land die dor­ti­ge Vari­an­te der Sau­na, die Ban­ja. Auch ist es bei Geschäfts­leu­ten und Poli­ti­kern beliebt, sich dort zu bera­ten und Ent­schei­dun­gen zu tref­fen. So trifft man außer­halb Russ­lands auch häu­fig Rus­sen in den öffent­li­chen Sau­na­an­la­gen an, wo sie unter­ein­an­der Kon­tak­te in der Dia­spo­ra pfle­gen. Dabei gilt, dass auch die Rus­sen im All­ge­mei­nen, von sol­chen geschäft­li­chen oder freund­schaft­li­chen Sau­na­be­su­chen abge­se­hen, das getrenn­te Sau­nie­ren bevorzugen. 

Sau­na in ande­ren Ländern

Anders Zorn: Baden­de Frau­en aus Dalar­na in der Sau­na (1906; Schwe­di­sches Natio­nal­mu­se­um, Stock­holm)

In vie­len Län­dern außer­halb Skan­di­na­vi­ens und des deutsch­spra­chi­gen Raums ist tex­tilfrei­es Sau­nie­ren ins­be­son­de­re in gemisch­ten Sau­nen nicht gestat­tet, was häu­fig Ver­wir­run­gen beim Besuch einer Sau­na im Aus­land ver­ur­sacht. Sau­nen mit zwin­gend tex­tilfrei­em Besuch fin­den sich in Finn­land, Est­land, Lett­land, Litau­en, Russ­land, Däne­mark, Schwe­den und Nor­we­gen (die bei­den letz­te­ren meist geschlech­ter­ge­trennt), Bel­gi­en, den Nie­der­lan­den, Luxem­burg, Deutsch­land, Öster­reich, der deutsch­spra­chi­gen Schweiz, dem nord­öst­li­chen Ita­li­en (Fri­aul und Süd­ti­rol), Slo­we­ni­en und Kroa­ti­en. Dabei gibt es jedoch häu­fig in gemischt betrie­be­nen Sau­nen fest­ge­leg­te Zei­ten (meist ein hal­ber Tag pro Woche), die allein den Frau­en vor­be­hal­ten sind. 

Im Ver­ei­nig­ten König­reich, Frank­reich und den süd­eu­ro­päi­schen Län­dern wird beim Sau­na­gang oft Bade­klei­dung getra­gen. Gemisch­te Sau­nen sind sel­ten, in den übli­chen getrennt­ge­schlecht­li­chen Ein­rich­tun­gen wird zuneh­mend tex­tilfrei­es Sau­nie­ren toleriert. 

In Spa­ni­en sind Sau­nen noch wenig ver­brei­tet. Es wird strik­te Geschlech­ter­tren­nung prak­ti­ziert, man betritt die Sau­na nicht nackt, son­dern in Bade­be­klei­dung. Die Tem­pe­ra­tur in der Sau­na ist viel nied­ri­ger, als in Mit­tel- und Nord­eu­ro­pa üblich. 

In Bra­si­li­en ist das Tra­gen von Bade­be­klei­dung in der Sau­na ver­pflich­tend. In Afri­ka sind Sau­nen oft weit weni­ger heiß als in Euro­pa. In Zen­tral­ame­ri­ka gibt es im süd­li­chen Mexi­ko und Gua­te­ma­la eine indi­ge­ne Form der Sau­na, die­se Temaz­cal sind jedoch für Ein­zel­per­so­nen gedacht. 

In den Ver­ei­nig­ten Staa­ten unter­schei­den sich die Umgangs­for­men stark zwi­schen den ein­zel­nen Bun­des­staa­ten, so gibt es im nörd­li­chen Michi­gan, Min­ne­so­ta, Wis­con­sin und Iowa eine gro­ße fin­nisch­stäm­mi­ge Bevöl­ke­rung, die die Sau­na­kul­tur pflegt. In ande­ren Bun­des­staa­ten hat die Sau­na kei­ne Tra­di­ti­on und wird im Wesent­li­chen als Zusatz­an­ge­bot von Fit­ness­clubs und Well­ness­ein­rich­tun­gen genutzt. Da sie hier im Regel­fall an die Umklei­de­räu­me gekop­pelt sind, sind sie so nach Geschlech­tern getrennt, und es gibt im All­ge­mei­nen kei­ne Regeln zu Tex­til­ge­brauch, Hand­tuch­nut­zung oder Umgangs­for­men. Bei den sel­te­ne­ren gemisch­ten Sau­nen ist aller­dings Schwimm­klei­dung ver­pflich­tend. Aus Grün­den der ver­schärf­ten Haf­tung in den Ver­ei­nig­ten Staa­ten sind die meis­ten Sau­nen in der Tem­pe­ra­tur nach oben begrenzt und erlau­ben kei­nen Aufguss. 

In Aus­tra­li­en gibt es Sau­nen und/​oder Dampf­bä­der zum Bei­spiel in öffent­li­chen Schwimm­bä­dern, Hotels und Motels. Die­se wer­den in Bade­be­klei­dung benutzt, Auf­güs­se sind eher unüblich. 

In Korea hat sich eine eigen­stän­di­ge öffent­li­che Kul­tur des Heiß­dampf­bads ent­wi­ckelt, für die der Kon­g­lish-Begriff 사우나, eine Tran­skrip­ti­on des west­li­chen Worts „Sau­na“, ver­wen­det wird. Eben­so wie im Fall des japa­ni­schen Sen­tō ist der Besuch tex­tilfrei. Gemisch­te Bade­häu­ser sind prak­tisch nicht existent. 

Der Auf­guss

Der Auf­guss ist das Begie­ßen der hei­ßen Stei­ne des Ofens mit kal­tem oder hei­ßem Was­ser in der Sau­na. Eine Sau­na, in der auf jeden Fall auch ein Auf­guss statt­fin­det, wird auch als Auf­guss­sauna bezeich­net, im Gegen­satz z. B. zur Tro­cken­sau­na.

Vor­gang

Das Was­ser ver­dampft auf den bis zu 500 °C hei­ßen Stei­nen zu Was­ser­dampf und erhöht so kurz­zei­tig die Luft­feuch­tig­keit und die Luft­tem­pe­ra­tur in der Sau­na. Ein Plat­zen der Stei­ne wird durch Ver­wen­dung von poren­rei­chem Lava­ge­stein ver­hin­dert, auch erhitz­tes Was­ser trägt dazu bei. Der Dampf­stoß, auch „Glut­hauch“ oder nach dem fin­ni­schen Wort Löy­ly genannt, steigt durch den Auf­trieb (gerin­ge­re Dich­te der hei­ßen Luft) zunächst nach oben an die Decke des Sau­na­raums und erwärmt durch Wär­me­kon­vek­ti­on den Sau­na­raum. Durch Ver­wir­beln der Luft mit einem (nicht als Sitz­tuch ver­wen­de­ten) Hand­tuch kann er gleich­mä­ßig im Sau­na­raum ver­teilt wer­den. Das Anwe­deln bewirkt zudem, dass sich die auf der Ober­flä­che der Haut befin­den­de Luft­schicht, die als Wär­me­dämm­schicht wirkt, mit war­mer Luft ver­wir­belt und sich dadurch der Kör­per wei­ter erhitzt. Der Auf­guss ver­stärkt so das Hit­ze­er­le­ben der Sauna. 

Befin­det sich ein kal­ter Kör­per in was­ser­dampf­ge­sät­tig­ter Luft, dann wirkt er als Kühl­kör­per, an des­sen Ober­flä­che der Tau­punkt unter­schrit­ten wird und sich dort Kon­dens­was­ser nie­der­schlägt (Benet­zung oder Was­ser­trop­fen auf der Haut). Ist die Luft noch nicht was­ser­dampf­ge­sät­tigt, kann Schweiß ver­duns­ten, wodurch der Kör­per gekühlt wird (die dafür erfor­der­li­che Ver­damp­fungs­enthal­pie kann aber auch aus der Raum­luft oder von der Wär­me­strah­lung im Raum stam­men, dann wird nur die Wär­me­ka­pa­zi­tät des Schweiß­se­krets aus dem Kör­per abge­führt). Der küh­len­de Ver­duns­tungs­ef­fekt wird daher umso stär­ker sein, je „tro­cke­ner“ die Luft ist. In der Sau­na wer­den die Schweiß­ab­son­de­rung und die Durch­blu­tung ver­stärkt, da über den Blut­kreis­lauf die Kör­per­tem­pe­ra­tur gere­gelt wird (sie­he dazu Ther­mo­re­gu­la­ti­on). Bei einem Auf­guss kann der Schweiß in der über­sät­tig­ten Luft nicht mehr küh­lend wir­ken, der Kör­per über­hitzt, der Puls steigt und die Sau­na­gäs­te flüch­ten als­bald nach drau­ßen, um sich (rasch) abzukühlen. 

Es gibt von medi­zi­ni­scher Sei­te unter­schied­li­che Ansich­ten über die mit dem Auf­guss (in der der­zeit prak­ti­zier­ten Form) ver­bun­de­nen gesund­heit­li­chen Aspek­te und etwai­gen Risiken. 

In einer sehr hei­ßen Sau­na kann der Löy­ly auf den obe­ren Bän­ken an der Gren­ze des ertrag­ba­ren Schmer­zes sein. Emp­find­li­chen und unge­üb­ten Sau­na­be­su­chern wird daher emp­foh­len, sich wäh­rend des Auf­gus­ses auf eine der unte­ren Bän­ke zu set­zen, wo die Luft weni­ger heiß bleibt. 

Auf­guss­ze­re­mo­nie

All­ge­mein wird der Auf­guss meis­tens als der Höhe­punkt des Sau­n­a­ba­dens ange­se­hen. Da ihm eine „zen­tra­le“ Rol­le beim Sau­n­a­bad zukommt, hat er sich zu einer mehr oder weni­ger aus­ge­feil­ten Zere­mo­nie ent­wi­ckelt. Die Auf­guss­ze­re­mo­nie wird in unter­schied­li­chen Län­dern jedoch sehr unter­schied­lich zele­briert. Im Fol­gen­den wird die heu­te (2009) im deutsch­spra­chi­gen Raum vor­herr­schen­de Form des Auf­gus­ses beschrieben. 

Für den Auf­guss wird ein höl­zer­ner Auf­guss­kü­bel mit etwa fünf Litern fri­schem Was­ser gefüllt und weni­ge Trop­fen eines Auf­guss­kon­zen­trats nach Wahl zuge­ge­ben. „Klas­si­sche“ Düf­te sind Nadel­höl­zer wie Fich­te, Euka­lyp­tus, Lat­schen­kie­fer, Zitrus­düf­te, Men­thol oder Min­ze. Äthe­ri­sche Öle wir­ken ent­we­der anre­gend oder beru­hi­gend auf den Körper. 

In öffent­li­chen Sau­nen wird der Auf­guss meist von einem Sauna­meis­ter durch­ge­führt oder läuft auto­ma­ti­siert ab. Es ist dort unüb­lich oder sogar ver­bo­ten, dass Besu­cher selbst einen Auf­guss machen. Die Auf­güs­se lau­fen meist nach dem glei­chen Sche­ma ab, nur das Aro­ma wird variiert. 

Anfangs wird die Sau­na „tro­cken“ auf­ge­heizt, die Luft wird dabei durch Wär­me­ab­strah­lung der Stei­ne, Wär­me­strö­mung durch Luftkon­vek­ti­on und Wär­me­re­fle­xi­on der Wän­de erwärmt. Zur Ver­bes­se­rung der Luft­kon­vek­ti­on befin­det sich unter dem Sau­nao­fen eine Öff­nung zur Frisch­luft­zu­fuhr und eine wei­te­re zur Luft­ab­fuhr (die mit­un­ter auch ver­schlos­sen wer­den kann) an der gegen­über­lie­gen­den Wand (zum Frisch­luft­be­darf in klei­nen Räu­men sie­he dort). Kal­te Frisch­luft von außen pas­siert die Stein­schlich­tung des Sau­nao­fens, durch den Kamin­ef­fekt und die gerin­ge­re Dich­te der hei­ßen Luft steigt die­se an die Decke auf und drückt den käl­te­ren Luft­pols­ter nach unten und bei der Abluft­öff­nung hinaus. 

Wäh­rend­des­sen neh­men die Sau­n­a­ba­den­den in der Sau­na Platz und schwit­zen eini­ge Minu­ten in der hei­ßen „tro­cke­nen“ Luft vor, bevor der Auf­guss beginnt. Nicht unüb­lich ist es, dass Eis­wür­fel zur Küh­lung bestimm­ter Kör­per­par­tien oder gekühl­te Frucht­schei­ben (z. B. von Zitro­nen oder Apfel oder Gur­ken­schei­ben) gereicht werden. 

Unmit­tel­bar vor dem Auf­guss wird oft zusätz­lich noch fri­sche Luft in den Sau­na­raum gelas­sen, indem die Sau­n­a­tür für kur­ze Zeit weit geöff­net wird (nicht wegen Sauer­stoff­man­gels, son­dern wegen erhöh­ter Koh­len­stoff­di­oxid-Kon­zen­tra­ti­on und sons­ti­ger Körper-Ausdünstungen). 

Wäh­rend der Auf­guss­ze­re­mo­nie wird die Sau­na nicht ver­las­sen, da das Öff­nen der Tür hei­ßen Dampf ent­wei­chen und küh­le Luft ein­strö­men las­sen wür­de, also den Auf­guss­ef­fekt stö­ren wür­de. Besu­chern, denen es zu heiß wird, wird emp­foh­len, sich tie­fer zu set­zen. Bei ech­tem Bedarf oder gar gesund­heit­li­chen Pro­ble­men (Kreis­lauf) darf der Sau­na­raum selbst­ver­ständ­lich ver­las­sen werden. 

Das Auf­guss­was­ser wird mit einem höl­zer­nen Sau­nal­öf­fel (auch Löy­ly­kel­le oder Auf­guss­kel­le genannt) por­ti­ons­wei­se auf die hei­ßen Stei­ne des Sau­nao­fens gege­ben, wo es ver­dampft. Nach­dem etwa ein Drit­tel des Was­sers auf­ge­gos­sen ist, ver­wir­belt der Sauna­meis­ter mit einem extra Hand­tuch den ent­stan­de­nen Was­ser­dampf im Sau­na­raum. Dabei gibt es spe­zi­el­le Hand­tuch­tech­ni­ken: die gän­gigs­ten sind das rasche Her­um­wir­beln des längs gefal­te­ten Hand­tuchs wie ein Pro­pel­ler und das „Her­un­ter­schla­gen“ des Glut­hauchs von der Sau­na­de­cke auf die Sau­na­gäs­te. Alter­na­tiv kann auch anstel­le des Hand­tuchs ein gro­ßer Fächer ver­wen­det wer­den, der die Luft­ver­wir­be­lung mit wenig Kraft­an­stren­gung ermöglicht. 

Das Auf­gie­ßen und Wedeln wird meist drei Mal wie­der­holt (nach­dem sich die Stei­ne wie­der auf­ge­heizt haben). Nach der letz­ten Auf­guss­por­ti­on und Wedeln ist der Auf­guss been­det. Für einen gut gemach­ten Auf­guss gibt es am Ende meis­tens loben­de Wor­te und/​oder einen klei­nen Applaus. Wenn mög­lich, wird nach dem letz­ten Wedeln noch eine oder zwei Minu­ten nach­ge­schwitzt, bevor die Sau­n­a­ba­den­den den Sau­na­raum ver­las­sen, um sich mit fri­scher Luft und Kalt­was­ser­an­wen­dun­gen wie­der abzukühlen. 

Bei pri­va­ten Sau­nen kann der Auf­guss im Prin­zip genau­so, aber von einem der Sau­n­a­ba­den­den durch­ge­führt wer­den. Da pri­va­te Sau­nen meist etwas klei­ner sind, ist hier weni­ger Auf­guss­was­ser not­wen­dig und das Hand­tuch­we­deln kann bedingt durch den klei­ne­ren Raum nicht ganz so aus­ho­lend erfol­gen. Wer­den bei klei­nen Sau­nen nur weni­ge Schöpf­kel­len Auf­guss benö­tigt, so kann das äthe­ri­sche Öl auch trop­fen­wei­se ein­zeln auf den was­ser­ge­füll­ten Sau­nal­öf­fel gege­ben wer­den. Kei­nes­falls darf aber das Öl ohne Was­ser auf die Stei­ne gelan­gen, da es sonst Feu­er fan­gen würde. 

Beson­de­re Aufgussarten

Aro­ma­ti­sier­ter Aufguss

In Mit­tel­eu­ro­pa ist es ver­brei­tet, dem Auf­guss­was­ser eini­ge Trop­fen äthe­ri­sche Öle, im Fach­han­del Auf­guss­kon­zen­tra­te oder Sau­na­düf­te genannt, zuzu­ge­ben. Nach dem Auf­guss ent­fal­ten sich die Aro­ma­stof­fe dann als wohl­rie­chen­der Duft, zum Schwit­zen kommt ein Duft­erleb­nis hin­zu. Die Sub­stan­zen wer­den inha­liert aber auch durch die Haut auf­ge­nom­men. Im Han­del erhält­li­che Par­füm­öle duf­ten zwar ähn­lich wie äthe­ri­sche Öle, ver­duns­ten zumeist nicht rück­stands­frei und sind für die Sau­na unge­eig­net. Ange­bo­te­ne „Duf­töle“ kön­nen äthe­ri­sche Öle ent­hal­ten oder nur Par­füm­öle sein. Da die meis­ten äthe­ri­schen Öle leicht ent­flamm­ba­re Sub­stan­zen (Ter­pe­ne etc.) ent­hal­ten, dür­fen sie nicht direkt auf hei­ße Sau­na­stei­ne oder Ofen­tei­le getropft wer­den (Explo­si­ons­me­cha­nis­mus ähn­lich einer Fett­ex­plo­si­on). Kon­zen­trier­te äthe­ri­sche Öle wir­ken haut­rei­zend, und nicht jedes äthe­ri­sche Öl ist für eine Inha­la­ti­on wäh­rend des Sau­na­gangs geeig­net.[22]

Eis- und Schnee-Aufguss

Das Auf­guss­was­ser wird mit Eis­wür­feln oder zer­sto­ße­nem Eis gemischt. Das Eis schmilzt und ver­dampft gleich­mä­ßig, ohne teil­wei­se unge­nutzt durch die Stei­ne hin­durch zu rin­nen. Dadurch wird ein stär­ke­rer Effekt erzielt, der so nur durch gleich­mä­ßi­ges Auf­gie­ßen über einen län­ge­ren Zeit­raum zu erzie­len wäre. Es kön­nen belie­bi­ge äthe­ri­sche Öle ver­wen­det wer­den. Den­sel­ben Effekt erhält man, indem man Schnee­bäl­le auf den Ofen gibt. 

Dane­ben wer­den auch bei nor­ma­len Auf­güs­sen ger­ne Eis­wür­fel oder zer­sto­ße­nes Eis zum Ein­rei­ben und Lut­schen ver­teilt, was zum Teil eben­falls „Eis-Auf­guss“ genannt wird. 

Erleb­nis-Auf­guss

Beim Erleb­nis-Auf­guss steht der Spaß im Vor­der­grund, wes­halb auch wäh­rend des Auf­gus­ses gere­det wer­den darf. Häu­fig wer­den Wit­ze erzählt oder die Gäs­te und der Sauna­meis­ter wer­fen sich gegen­sei­tig herz­lich gemein­te bos­haf­te Kom­men­ta­re zu. Der Erleb­nis­auf­guss wird ger­ne auch mit Musik, Obst oder Geträn­ken, Ver­klei­dung des Sauna­meis­ters und einer klei­nen Geschich­te kombiniert. 

Gieß­kan­ne

Mit einer Gieß­kan­ne samt Gieß­brau­se wird das Was­ser beson­ders gleich­mä­ßig über die Stei­ne ver­teilt. Auf die­se Wei­se wird die Ober­flä­che der Stei­ne bes­ser aus­ge­nutzt, das gesam­te Was­ser ver­dampft stoß­wei­se frü­her und stei­gert so das Hitzeempfinden. 

Honig-Auf­guss

Beim Honig-Auf­guss rei­ben die Sau­n­a­ba­den­den nach dem Vor­schwit­zen oder dem ers­ten Auf­guss den gan­zen Kör­per mit Honig ein. Der Honig wird durch die Wär­me sehr flüs­sig, duf­tet gut und zieht in die Haut ein, wo er haut­rei­ni­gend und pfle­gend wirkt. Als Auf­guss­öl sind beim Honig-Auf­guss fruch­ti­ge Duf­trich­tun­gen beliebt. 

Im Fach­han­del gibt es mitt­ler­wei­le auch spe­zi­el­le Honig­pas­ten zum Ein­rei­ben, die wei­te­re Zusät­ze enthalten. 

Salz-Auf­guss

Hier­zu ver­las­sen die Gäs­te die Sau­na­ka­bi­ne nach dem Vor­schwit­zen mit zwei oder drei Auf­güs­sen vor­über­ge­hend, um den Kör­per an einem leicht zu rei­ni­gen­den Platz in der Nähe mit durch äthe­ri­sche Öle ange­rei­cher­tem Salz ein­zu­rei­ben. Dazu wird ent­we­der grob­kör­ni­ges Mine­ral­salz oder gewöhn­li­ches Koch­salz ver­wen­det (wobei das Gesicht, der Geni­tal­be­reich und offe­ne Wun­den aus­ge­spart wer­den soll­ten). Nach dem „Ein­sal­zen“ setzt man sich wie­der in die Sau­na, und es fol­gen wei­te­re zwei bis drei Auf­güs­se. Das Salz wirkt schweiß­trei­bend und des­in­fi­zie­rend, außer­dem wird die Haut durch das Abrei­ben gepeelt (Salz­pee­ling).

Da von der Salz­schicht am Kör­per immer etwas her­un­ter­rie­selt und das Salz in Ver­bin­dung mit Feuch­tig­keit das Holz der Sitz­bän­ke stark angreift, wird die Salz­an­wen­dung häu­fi­ger in Dampf­bä­dern und Hamams ange­bo­ten, wo die Sitz­flä­chen wegen der hohen Luft­feuch­tig­keit gefliest sind. Oder die Salz­auf­güs­se sind nur auf immer die­sel­be Sau­na­ka­bi­ne beschränkt, in der die Holz­sitz­bän­ke rela­tiv häu­fig erneu­ert wer­den müssen. 

Bei einer ande­ren Vari­an­te des Salz­auf­gus­ses wird Salz­was­ser auf­ge­gos­sen, wodurch die Luft mit Salz ange­rei­chert wer­den soll. Das soll sich ähn­lich wie bei See­luft bei­spiels­wei­se bei Pol­len­all­er­gi­kern und Asth­ma­ti­kern posi­tiv auswirken. 

Frucht-Auf­guss

Hier wird wäh­rend des Auf­gus­ses in klei­ne Stü­cke geschnit­te­nes, in eini­gen Sau­nen sogar gefro­re­nes Obst an die Besu­cher ver­teilt. Die Früch­te wer­den als will­kom­me­ne und lecke­re Erfri­schung geges­sen und stär­ken die Baden­den für den zwei­ten Teil des Aufgusses. 

Bier-Auf­guss

Hier wird in den Auf­gus­sei­mer (fi. Kiu­lu) eine klei­ne Men­ge Bier (ca. ein hal­ber Dezi­li­ter) mit Was­ser gemischt. Die­ses Gemisch wird gleich­mä­ßig über die Stei­ne ver­teilt. Die Sau­na wird sofort mit einem ange­neh­men Aro­ma nach frisch geba­cke­nem Brot und gerös­te­tem Getrei­de erfüllt. Das übri­ge Bier kann von den Besu­chern zur Erfri­schung wäh­rend des Sau­na­gan­ges getrun­ken wer­den. Hoch­pro­zen­ti­ge alko­ho­li­sche Geträn­ke soll­ten in der Sau­na oder wäh­rend der Ruhe­pau­sen jedoch auf Grund der Aus­wir­kun­gen auf den Kreis­lauf nicht kon­su­miert wer­den. Außer­dem wür­de dies die Unfall­ge­fahr erheb­lich erhö­hen.[23][24]

Wenik-Auf­guss (Bir­ken-Auf­guss)

In der fin­ni­schen Sau­na und im rus­si­schen Ban­ja sind äthe­ri­sche Ölzu­sät­ze kaum üblich. Hier wird ent­we­der nur mit Was­ser auf­ge­gos­sen oder mit dem Bir­ken­was­ser, in dem zuvor die Bir­ken­bü­schel (in Finn­land Vih­ta oder Vas­ta, in Russ­land Wenik genannt), die zum Abschla­gen der Haut („Quäs­ten“) gebraucht wer­den, ein­ge­weicht wur­den. Es gibt hier auch in öffent­li­chen Saunen/​Banjas sel­ten Sauna­meis­ter, son­dern es ist üblich, dass die Sau­n­a­ba­den­den den Auf­guss selbst durch­füh­ren. Einen Sau­na­be­such ohne Auf­guss gibt es hier kaum, und meist wird auch sehr viel Auf­guss­was­ser verwendet. 

Wäh­rend des Wenik-Auf­gus­ses schla­gen sich die Sau­n­a­ba­den­den den Kör­per selbst oder gegen­sei­tig mit den Weniks ab, was ange­nehm erfri­schend wirkt und die Blut­zir­ku­la­ti­on anregt. Außer­dem wird die an der Haut­ober­flä­che ste­hen­de Luft­schicht ver­wir­belt und dadurch die Schweiß­pro­duk­ti­on gesteigert. 

In Mit­tel­eu­ro­pa wird dem Auf­guss­was­ser bei Wenik-Auf­güs­sen zum Teil Bir­ken­aro­ma zuge­setzt, um den Bir­ken­duft noch zu verstärken. 

Zer­set­zungs­pro­duk­te

Die Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tur der Stei­ne, die mit­tels Auf­guss begos­sen wer­den, liegt in der Regel zwi­schen 100 °C und 250 °C. Tie­fer lie­gen­de Stei­ne kön­nen Ober­flä­chen­tem­pe­ra­tu­ren von bis zu 450 °C auf­wei­sen. Ab einer Tem­pe­ra­tur von unge­fähr 200 °C kön­nen sich die im Auf­guss­was­ser ent­hal­te­nen orga­ni­schen Bestand­tei­le zer­set­zen. Dies kann unter ungüns­ti­gen Rand­be­din­gun­gen zu erhöh­ten Kon­zen­tra­ti­on ins­be­son­de­re von Form­alde­hyd füh­ren.[25]

Sau­na-Meis­ter­schaf­ten

Prin­zi­pi­ell gibt es zwei unter­schied­li­che Arten von Sau­na-Meis­ter­schaf­ten: Einer­seits Meis­ter­schaf­ten im Sau­nie­ren, ande­rer­seits Meis­ter­schaf­ten für Sauna-Aufgüsse. 

Zwi­schen 1999 und 2010 wur­den im fin­ni­schen Heino­la jähr­lich Sau­na-Welt­meis­ter­schaf­ten aus­ge­tra­gen.[26] Nach­dem 2010 ein rus­si­scher Final­teil­neh­mer in der Sau­na zusam­men­brach und starb, ver­zich­te­ten die Ver­an­stal­ter auf wei­te­re Aus­tra­gun­gen. In Deutsch­land wird seit 2005 jähr­lich eine „Offe­ne Deut­sche Meis­ter­schaft“ ausgetragen. 

Die Welt­meis­ter­schaft für Sau­na-Auf­güs­se wird seit 2009 aus­ge­tra­gen. Als Welt­meis­ter gilt der Sie­ger im Wett­be­werb für den „Erleb­ten Auf­guss“. Neben den Welt­meis­ter­schaf­ten gibt es Landes‑, Staats- und Euro­pa­meis­ter­schaf­ten für Sau­na-Auf­güs­se.[27] Die Welt­meis­ter­schaft 2013 (Sau­na World Cup 2013) gewann der Bel­gi­er Dirk van Offel. Er setz­te sich gegen 35 Teil­neh­mer aus 23 Natio­nen durch. 2016 wur­de die soge­nann­te Auf­guss-WM in Wen­disch Rietz (Land Bran­den­burg) in dem 200 Zuschau­er fas­sen­den Sata­ma-Sau­na­park aus­ge­tra­gen. Vom 17. – 23. Sep­tem­ber 2018 wur­den dort 82 Auf­guss-Meis­ter aus knapp 20 Natio­nen und ins­ge­samt etwa 2.500 Gäs­te erwar­tet[28].

Sau­na-Rei­ni­gung

Das Inven­tar einer Sau­na besteht aus unbe­han­del­tem Holz und kann des­halb nicht mit her­kömm­li­chen Sani­tär- oder All­zweck­rei­ni­gern behan­delt wer­den, da das Holz die­se auf­sau­gen wür­de. Zur mate­ri­al­scho­nen­den Rei­ni­gung wird des­halb in der Pra­xis meist ein Dampf­rei­ni­ger mit einem spe­zi­el­len Vlies ein­ge­setzt. Der erzeug­te Dampf kon­den­siert am Holz und dringt als sehr wei­ches Was­ser in das Holz ein. Das durch die Kon­den­sa­ti­on ent­spann­te Was­ser löst den Schmutz auf­grund sei­ner hohen Tem­pe­ra­tur; das Rei­ni­gungs­vlies nimmt den gelös­ten Schmutz sofort auf. 

Je nach Fre­quen­tie­rung wird die Sau­na in Inter­val­len von abend­lich bis wöchent­lich des­in­fi­ziert. Vie­le Sau­nen ver­fü­gen über ein spe­zi­el­les Des­in­fek­ti­ons­pro­gramm: Nach der Benut­zung wird die Sau­na über eine gewis­se Zeit­span­ne so hoch erhitzt, dass dadurch eine Des­in­fek­ti­on erfolgt. Wird eine che­mi­sche Des­in­fek­ti­on durch­ge­führt, sind Des­in­fek­ti­ons­mit­tel durch Ver­sprü­hen oder Ver­ne­beln auf­zu­brin­gen, damit nur gerin­ge Flüs­sig­keits­men­gen auf das Holz gelan­gen. Dazu sol­len VAH-geprüf­te Mit­tel ver­wen­det wer­den, die für den Ein­satz auf rohem Holz getes­tet sind. Das Des­in­fek­ti­ons­mit­tel kann von dem offen­po­ri­gen Holz nicht abge­spült wer­den.[29]

Sons­ti­ges

Sau­nen für den Heim­be­reich kann man in Bau­märk­ten, Ver­sand­häu­sern, im Inter­net oder in Läden kau­fen, die Bäder ver­kau­fen und/​oder instal­lie­ren. Erfor­der­lich ist meist ein Drei­pha­sen­wech­sel­strom­an­schluss, wie man ihn auch für einen Elek­tro­herd braucht. Die­ser wird vom Siche­rungs­kas­ten zum Auf­stel­lungs­ort der Sau­na ver­legt. Ein Sau­nao­fen hat oft eine Leis­tung von 10 kW. Eine Sau­na hat übli­cher­wei­se nach 20 – 30 Minu­ten Auf­heiz­zeit etwa 70 – 80 °C.

Im Jahr 2000 grün­de­ten der deut­sche Bun­des­fach­ver­band Schwimm­badtech­nik e. V. (BFST) und der Bun­des­ver­band Schwimmbad‑, Sau­na- und Was­ser­tech­nik e. V. (BSSW) den Bun­des­ver­band Schwimm­bad & Well­ness e. V. (bsw).[30] Dane­ben gibt es auch noch den Bun­des­fach­ver­band Sau­na­bau, Infra­rot- und Dampf­bad e. V. 

Die zwei­jähr­lich in Köln statt­fin­den­de Mes­se „Aqua­nale“ prä­sen­tiert sich als euro­päi­sche und inter­na­tio­na­le Leit­mes­se der Bran­che.[31]

In Deutsch­land gibt es (Stand 2005) 2.400 öffent­li­che Sau­nen, wovon etwas mehr als 500 pri­vat geführt sind.[32] Laut dem deut­schen Sau­na­bund sind die­se mit etwa 5.100 Sau­na­an­la­gen bei Hotels und Pen­sio­nen und etwa 3.800 Sau­nen bei Sport­stät­ten und in Fit­ness­stu­di­os zu ergän­zen. Die Zahl der ins­ge­samt für die deut­sche Bevöl­ke­rung zur Ver­fü­gung ste­hen­den öffent­li­chen Sau­na­an­la­gen kann also mit etwa 10.000 ange­ge­ben wer­den, nach Anga­ben des Deut­schen Sau­na-Bun­des han­delt es sich damit welt­weit um die höchs­te Zahl.[32][33]

Sie­he auch

Lite­ra­tur

  • www.saunaliteratur.de, Daten­bank für wis­sen­schaft­li­che Fach­li­te­ra­tur zum Sau­n­a­bad (Deut­scher Sauna-Bund)

Web­links

Wik­tio­na­ry: Sau­na – Bedeu­tungs­er­klä­run­gen, Wort­her­kunft, Syn­ony­me, Übersetzungen
Com­mons: Sau­nas – Samm­lung von Bildern

Ein­zel­nach­wei­se

  1. Duden | Sau­na | Recht­schrei­bung, Bedeu­tung, Defi­ni­ti­on, Syn­ony­me, Her­kunft. In: www.duden.de. Abge­ru­fen am 5. Okto­ber 2016.
  2. Deut­scher Sau­na-Bund e. V.: Sau­n­a­ba­den – zwei Defi­ni­tio­nen. Abge­ru­fen am 5. Okto­ber 2016.
  3. abge­ru­fen am 18. Dezem­ber 2020.
  4. abcd Gesun­des Sau­nie­ren: Dafür kann ich mich erwär­men, Spie­gel Online
  5. Peter Niemz: Unter­su­chun­gen zur Wär­me­leit­fä­hig­keit aus­ge­wähl­ter ein­hei­mi­scher und fremd­län­di­scher Holz­ar­ten. In: Bau­phy­sik 29. Band 29, Nr. 4. Ernst & Sohn Ver­lag für Archi­tek­tur und tech­ni­sche Wis­sen­schaf­ten GmbH & Co. KG, Ber­lin 2007, S. 311 – 312, doi:10.1002/bapi.200710040.
  6. André Bor­be: Saun­a­holz: Wel­ches eig­net sich? Das Haus, 10. August 2021, abge­ru­fen am 6. Sep­tem­ber 2021.
  7. VDI 4207 Blatt 2:2016 – 07 Mes­sen von Emis­sio­nen an Klein­feue­rungs­an­la­gen; Mes­sen an Anla­gen für fes­te Brenn­stof­fe (Emis­si­on mea­su­re­ments at small firing instal­la­ti­ons; Mea­su­re­ments at instal­la­ti­ons for solid fuel). Beuth Ver­lag, Ber­lin, S. 40.
  8. Dr. med. Rai­ner Bren­ke: Sau­na- natür­lich gesund. Deut­scher Sau­na-Bund e. V., abge­ru­fen am 5. Okto­ber 2016.
  9. Rai­ner Klin­ke, Ste­fan Sil­ber­nagl: Lehr­buch der Phy­sio­lo­gie, 1996, Thie­me Ver­lags­grup­pe, ISBN 3 – 13-796002 – 9 (2. Auf­la­ge), Sei­te 383 Abschnitt Ein Sau­na-Besuch
  10. J. D. Has­day und I. S. Singh (2000): Fever and the heat shock respon­se: dis­tinct, par­ti­al­ly over­lap­ping pro­ces­ses. Cell Stress Cha­pe­ro­nes. 2000 Novem­ber; 5(5): 471 – 480; PMID 11189454.
  11. Jochen Nie­haus:Wer darf nicht in die Sau­na? net­dok­tor, abge­ru­fen am 7. Okto­ber 2014
  12. Vuo­ri I (1988): Sau­na bather’s cir­cu­la­ti­on. Annals of Cli­ni­cal Rese­arch. 1988, 20(4): 249 – 256; PMID 3218896.
  13. Sau­na – Heiß-kal­ter Kick, Stif­tung Waren­test, 24. Okto­ber 2002
  14. Sau­na, Auf­güs­se, Tem­pe­ra­tur und Co: So gesund ist die Sau­na wirk­lich, Bild.de
  15. Sau­na­gän­ger suchen vor allem kör­per­li­che Erho­lung und psy­chi­sche Ent­span­nung, Deut­scher Sau­na-Bund e. V.
  16. Pilch W et al.(2013). Effect of a sin­gle Fin­nish sau­sa ses­si­on on white blood cell pro­fi­le and cor­ti­sol levels in ath­le­tes and non-ath­le­tes. J Human Kine­tics 39(1), 127 – 135
  17. Arnd Krü­ger (2015). Sau­na. Leis­tungs­sport (Zeit­schrift) 45(1), 28 – 29
  18. Alles zum The­ma Sau­na. In: easykaufen.de. 21. Juli 2015, abge­ru­fen am 21. Juli 2015.
  19. Sau­na-Knig­ge
  20. Der Sau­na­hut als Mode­trend, Sau­na-Por­tal
  21. Albert Maki: New Fin­land Sau­na. New Finn­land District (eng­lisch), abge­ru­fen am 7. Okto­ber 2014.
  22. Risi­ken von äethe­ri­schen Ölen, abge­ru­fen am 12. Dezem­ber 2011
  23. Sau­na­le­xi­kon von A – Z / Bier­auf­guss, SAUNAFANS.de
  24. http://www.thera-vital.at/aufgussarten.html
  25. Wolf­gang Weg­schei­der, Bir­git Hein­rich, Andre­as Albrecht, Heinz Assen­ma­cher, Dirk Fend­ler, Hans Küb­ler, Gün­ter Nau­joks, Bern­hard Scheib­ner: Sau­na­auf­güs­se: Ther­mi­sche Reak­ti­ons­pro­duk­te und (Formaldehyd-)Exposition. In: Gefahr­stof­fe – Rein­halt. Luft. 77, Nr. 7/8, 2017, ISSN 0949 – 8036, S. 332 – 341.
  26. www.saunafans.de, abge­ru­fen am 17. Dezem­ber 2008
  27. Sau­na WM 2012 (Memen­to des Ori­gi­nals vom 1. Dezem­ber 2012 im Inter­net Archi­ve)  Info: Der Archiv­link wur­de auto­ma­tisch ein­ge­setzt und noch nicht geprüft. Bit­te prü­fe Ori­gi­nal- und Archiv­link gemäß Anlei­tung und ent­fer­ne dann die­sen Hin­weis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.sauna-wm.com
  28. René Kowatsch: Was gibt es bei der Auf­guss-WM zu erle­ben? in Mär­ki­sche Oder­zei­tung vom 14. Sep­tem­ber 2018, S. 13
  29. Tor­ben Arts: Fach­wis­sen Gebäu­de­rei­ni­gung Lehr- und Übungs­buch. 8. Auf­la­ge. Haan 2020, ISBN 978 – 3‑8085 – 4493‑8.
  30. Web­site des Bun­des­ver­bands Schwimm­bad & Well­ness e.V. (Memen­to des Ori­gi­nals vom 26. Okto­ber 2011 im Inter­net Archi­ve)  Info: Der Archiv­link wur­de auto­ma­tisch ein­ge­setzt und noch nicht geprüft. Bit­te prü­fe Ori­gi­nal- und Archiv­link gemäß Anlei­tung und ent­fer­ne dann die­sen Hin­weis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bsw-web.de
  31. www.aquanale.de
  32. ab Sau­na Infos. Sau­na in Deutsch­land, abge­ru­fen am 7. Okto­ber 2014
  33. War­um braucht man in der Sau­na Regeln, Herr Pie­per? In: DER SPIE­GEL. (spiegel.de [abge­ru­fen am 11. März 2018]).

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