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Elek­tro­ma­gne­ti­sche Welle

Klei­ne Ein­füh­rung in die Natur von Wellen

Unter einer Wel­le ver­steht man in der Phy­sik all­ge­mein, eine sich in einem Sys­tem räum­lich und zeit­lich aus­brei­ten­de Erre­gung (Stö­rung). Die Wel­le trans­por­tiert Ener­gie, jedoch kei­ne Mate­rie und kann ent­we­der ein­ma­lig oder peri­odisch (= Schwin­gung) ablau­fen. Der Mensch kann man­che Arten von Wel­len, z. B. Schall­wel­len, Was­ser­wel­len oder Licht­wel­len auch direkt wahr­neh­men. Ein wich­ti­ges Unter­schei­dungs­merk­mal bei Wel­len, ist deren Aus­brei­tung. Wenn sich Wel­len par­al­lel zu ihrer Aus­brei­tungs­rich­tung ver­brei­ten, spricht man von einer Lon­gi­tu­di­nal­wel­le. Ver­brei­ten sich Wel­len, hin­ge­gen senk­recht zu ihrer Aus­brei­tungs­rich­tung spricht man von einer Trans­ver­sal­wel­le. Dane­ben gibt es auch Misch­for­men. Des Wei­te­ren wird unter­schie­den zwi­schen mecha­ni­schen Wel­len, die ein Medi­um (Luft, Was­ser, etc.) benö­ti­gen um sich aus­zu­brei­ten (z. B. Schall­wel­len, Was­ser­wel­len) und Wel­len, die sich auch im Vaku­um aus­brei­ten kön­nen (z. B. elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len). Die Wel­len­aus­brei­tung in einem äuße­ren Medi­um erfolgt über die vom Erre­ger zur Schwin­gung gebrach­ten Mate­rie­teil­chen, z. B. Luft­teil­chen. Im Unter­schied dazu benö­ti­gen die in phy­si­ka­li­schen Fel­dern erzeug­ten Wel­len kein Aus­brei­tungs­me­di­um. Die Trä­ger der Wel­len­be­we­gung im Vaku­um sind win­zi­ge Teil­chen, die Pho­to­nen. Genau genom­men sind Pho­to­nen die Grund­la­ge elek­tro­ma­gne­ti­scher Strah­lung. Die Wel­len­ei­gen­schaf­ten wer­den mit fol­gen­den mathe­ma­ti­schen Grö­ßen beschrie­ben: Wel­len­län­ge, Fre­quenz, Ampli­tu­de und Pha­se. Eine wei­te­re Grö­ße ist die Aus­brei­tungs­ge­schwin­dig­keit. Die­se hängt neben bestimm­ten phy­si­ka­li­schen Zustän­de wie Tem­pe­ra­tur auch davon ab, in wel­chem Medi­um die Aus­brei­tung der Wel­le erfolgt. Ein Bei­spiel: Bei 20 °C brei­ten sich Schall­wel­len im Medi­um Luft mit einer Geschwin­dig­keit von 343 m/​s aus, bei 0 °C nur noch mit 332 m/​s. Bei 0 °C beträgt die Schall­ge­schwin­dig­keit in Was­ser 1.485 m/​s, bei 20 °C nur noch 1.440 m/​s. Im Vaku­um hin­ge­gen brei­ten sich alle elek­tro­ma­gne­ti­schen Wel­len (Licht­wel­len, Rönt­gen­wel­len, Radio­wel­len, etc), mit der glei­chen Geschwin­dig­keit aus. Die Aus­brei­tung erfolgt dabei mit 299.792.458 m/​s, all­ge­mein bekannt als Licht­ge­schwin­dig­keit. Doch selbst die Licht­ge­schwin­dig­keit kann sich je nach Aus­brei­tungs­me­di­um ändern, im Was­ser beträgt sie nur noch 225.000.000 m/​s. Die Gesamt­heit aller, elek­tro­ma­gne­ti­scher Wel­len von elek­tri­schen Wel­len über Radio­wel­len, Mikro­wel­len, Infra­rot­strah­lung, sicht­ba­res Licht, Rönt­gen­strah­len bis hin zu Gam­ma­strah­len, wird als elek­tro­ma­gne­ti­sches Spek­trum bezeichnet.

Was sind elek­tro­ma­gne­ti­sche Wellen?

Neben dem Begriff elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len wer­den in der Phy­sik auch die Begrif­fe elek­tro­ma­gne­ti­sche Fel­der und elek­tro­ma­gne­ti­sche Strah­lung ver­wen­det. Im Grun­de wer­den damit aber nur unter­schied­li­che phy­si­ka­li­sche Eigen­schaf­ten des glei­chen Phä­no­mens beschrie­ben. Elek­tri­sche oder magne­ti­sche Fel­der bis zu einer Fre­quenz von 10 kHz sind immer an ihre Quel­le gebun­den. Höher­fre­quen­te Fel­der hin­ge­gen kön­nen sich von ihrer Quel­le tren­nen und als Wel­len im Raum aus­brei­ten, die­se Fel­der bezeich­net man als elek­tro­ma­gne­ti­sche Fel­der. Der Ener­gie­trans­port durch elek­tro­ma­gne­ti­sche Fel­der wird als elek­tro­ma­gne­ti­sche Strah­lung bezeich­net. Unter elek­tro­ma­gne­ti­schen Wel­len ver­steht man die sich im Raum zeit­lich aus­brei­ten­den wel­len­för­mi­gen Schwin­gun­gen des elek­tro­ma­gne­ti­schen Fel­des. Die Exis­tenz sol­cher Wel­len wur­de im Jahr 1886 durch den deut­schen Phy­si­ker Hein­rich Hertz nach­ge­wie­sen. Mit­hil­fe von elek­tri­schen Schwing­krei­sen (Hertz­scher Oszil­la­tor) gelang ihm erst­mals die Erzeu­gung und Über­tra­gung elek­tro­ma­gne­ti­scher Wel­len von einem Sen­der zu einem Emp­fän­ger. Hein­rich Hertz’s Ergeb­nis­se lie­fer­ten den Beweis das elek­tro­ma­gne­ti­sche Fel­der und Licht­wel­len die glei­chen Eigen­schaf­ten haben und bestä­tig­ten somit die von J. C. Max­well in den Jah­ren 1861 bis 1864 ent­wi­ckel­ten Grund­glei­chun­gen (bekannt als Max­well-Glei­chun­gen, der Wech­sel­wir­kun­gen zwi­schen Elek­tro­ma­gne­tis­mus und Optik (= Leh­re vom Licht). Sei­ne Erkennt­nis­se dien­ten auch als Grund­la­ge für neue tech­ni­sche Ent­wick­lun­gen wie Radio und draht­lo­se Tele­gra­fie. Die heu­te all­ge­mein übli­che inter­na­tio­na­le Ein­heit für Fre­quenz, wur­de Hein­rich Hertz zu Ehren als Hertz (Hz = 1 Schwin­gung pro Sekun­de) bezeichnet.

Wie ent­ste­hen elek­tro­ma­gne­ti­sche Wellen?

Wenn Ladungs­trä­ger (z. B. Elek­tro­nen) beschleu­nigt oder abge­bremst wer­den, ent­ste­hen elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len, die sich im Raum aus­brei­ten. Elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len bzw. Fel­der kön­nen künst­lich erzeugt wer­den. Ein typi­sches Bei­spiel ist die kurz­wel­li­ge Rönt­gen­strah­lung. Sie ent­steht, wenn Elek­tro­nen in einer Vaku­um­elek­tro­nen­röh­re abrupt gestoppt wer­den. Elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len kom­men aber auch in der Natur, z. B. im Son­nen­licht, in unter­schied­li­chen Fre­quen­zen (Hz) und Wel­len­län­gen (m) vor:

  • Radio­wel­len: 10 kHz‑1 MHz bis zu 100 MHz; ≈ 1 m bis 0,5 – 10 km;
  • Infra­rot­licht: 1.012 – 4 x 1.014 Hz; 1 mm-800 nm;
  • Sicht­ba­res Licht: 4 – 8 x 1.014 Hz; 800 – 400 nm;
  • Ultra­vio­lett: 1.015 – 1.017 Hz; 400 – 10 nm;
  • Rönt­gen­strah­len: 1017 – 1021 Hz; 10 nm‑1 pm;
  • Gam­ma­strah­len: 1.021 Hz und höher; 1 pm;

Radio­wel­len ent­ste­hen, wenn auf der Ober­flä­che (Koro­na) der Son­ne gela­de­ne Teil­chen, groß­flä­chig umherströmen.

Cha­rak­te­ris­ti­sche Phä­no­me­ne elek­tro­ma­gne­ti­scher Wellen

Fol­gen­de vier phy­si­ka­li­schen Phä­no­me­ne las­sen sich bei allen elek­tro­ma­gne­ti­schen Wel­len beob­ach­ten: Refle­xi­on, Bre­chung, Beu­gung und Inter­fe­renz. Bei der Refle­xi­on wird die Wel­le an der Trenn­flä­che zwi­schen zwei Medi­en (z. B. Luft, Was­ser) in das pri­mä­re Aus­brei­tungs­me­di­um voll­stän­dig zurück­ge­wor­fen bzw. reflek­tiert. Der Ein­falls­win­kel ent­spricht dabei dem Aus­falls­win­kel (Refle­xi­ons­ge­setz). Bei der Bre­chung ändert sich an der Trenn­flä­che zwei­er Medi­en die Aus­brei­tungs­rich­tung der Wel­le (Bre­chungs­ge­setz). Trifft die Wel­le, auf ein Hin­der­nis ändert sie an des­sen Rand (Kan­te) die Rich­tung. Die­ses Merk­mal wird als Beu­gung bezeich­net. Bei der Inter­fe­renz schließ­lich über­la­gern sich meh­re­re Wel­len glei­cher Fre­quenz zu einer Wel­le. Dabei kann es ent­we­der zur gegen­sei­ti­gen Aus­lö­schung der Wel­len (destruk­ti­ve Inter­fe­renz) oder zu einer Ver­stär­kung (kon­struk­ti­ve Inter­fe­renz). Die Erschei­nun­gen las­sen sich expe­ri­men­tell bei allen elek­tro­ma­gne­ti­schen Wel­len nach­wei­sen. Hier­zu wer­den jedoch unter­schied­li­che Unter­su­chungs­me­tho­den genutzt. Die Beu­gung und Inter­fe­renz von Rönt­gen­wel­len ent­steht zum Bei­spiel, wenn die­se durch Kris­tal­le, deren Ato­me als Beu­gungs­punk­te die­nen, gelei­tet wer­den. Die Inter­fe­renz, bzw. das gegen­sei­ti­ge Aus­lö­schen und Ver­stär­ken von Licht­wel­len wird anhand spe­zi­el­ler Strich­git­ter an einem Auf­fang­schirm nach­ge­wie­sen. Ein wei­te­res Merk­mal ist die Pola­ri­sa­ti­on. Elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len las­sen sich pola­ri­sie­ren. Dazu wer­den soge­nann­te Pola­ri­sa­to­ren (z. B. Kris­tal­le) genutzt. Die Pola­ri­sa­ti­on bewirkt, dass die elek­tri­sche Feld­stär­ke der Wel­le nur in einer vor­ge­ge­be­nen Rich­tung schwingt.

Wie wir­ken elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len auf Menschen?

Bei der bio­lo­gi­schen Wir­kung elek­tro­ma­gne­ti­scher Wel­len auf Lebe­we­sen ist, bedingt durch die Strah­lungs­in­ten­si­tät, zu unter­schei­den zwi­schen ioni­sie­ren­der Strah­lung und Nicht-ioni­sie­ren­der Strah­lung. Ers­te­re tritt als Radio­ak­ti­vi­tät (Alpha‑, Beta‑, Gam­ma­strah­lung) auf. Auch Höhen- und Rönt­gen­strah­lung zäh­len dazu. Die elek­tro­ma­gne­ti­schen Wel­len in hohen Fre­quenz­be­rei­chen (ab einer Fre­quenz von ca. 750 Tera­hertz) kön­nen Schä­den an den mensch­li­chen Zel­len ver­ur­sa­chen. Die nicht-ioni­sie­ren­de Strah­lung umfasst elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len in Fre­quenz­be­rei­chen von 0 Hertz bis 750 Tera­hertz. In die­sem Bereich arbei­ten Wech­sel­strom­lei­tun­gen und Elek­tro­ge­rä­te, Funk­an­wen­dun­gen wie Radio, Fern­se­hen, Mobil­funk, Funk­sen­der etc. Im All­tags­le­ben ist der Mensch stän­dig von sol­chen künst­lich erzeug­ten elek­tro­ma­gne­ti­schen Wel­len bzw. Fel­dern umge­ben. Immer wenn elek­tri­sche Ener­gie erzeugt oder trans­por­tiert wird, ent­ste­hen elek­tro­ma­gne­ti­sche Fel­der im Nie­der­fre­quenz- bzw. Hoch­fre­quenz­be­reich. Auch die draht­lo­se Über­tra­gung über WLAN oder Baby­fo­nes oder die in vie­len Haus­hal­ten gebräuch­li­che Mikro­wel­le erzeugt elek­tro­ma­gne­ti­sche Fel­der im Hoch­fre­quenz­be­reich. Dazu kom­men neue tech­ni­sche Errun­gen­schaf­ten wie Wire­less Local Area Net­works (WLAN), Blue­tooth und Ultra­wi­de­band (UWB). Alles eben­falls Anwen­dun­gen mit hoch­fre­quen­ter elek­tro­ma­gne­ti­scher Strah­lung. Auch nicht-ioni­sie­ren­de elek­tro­ma­gne­ti­sche Wel­len bzw. Fel­der, ins­be­son­de­re im Hoch­fre­quenz­be­reich kön­nen gesund­heit­li­che Schä­den ver­ur­sa­chen. Auf der Web­sei­te des Bun­des­amts für Strah­len­schutz wer­den die Aus­wir­kun­gen von Elek­tro­smog auf den Men­schen umfas­send beschrie­ben und auch ent­spre­chen­de Schutz­maß­nah­men empfohlen.

Quel­le

Das elek­tro­ma­gne­ti­sche Spek­trum – kurz EM-Spek­trum und genau­er elek­tro­ma­gne­ti­sches Wel­len­spek­trum genannt – ist die Gesamt­heit aller elek­tro­ma­gne­ti­schen Wel­len ver­schie­de­ner Wel­len­län­gen. Das Licht­spek­trum, auch Farb­spek­trum, ist der für den Men­schen sicht­ba­re Anteil des elek­tro­ma­gne­ti­schen Spektrums. 

Das Spek­trum wird in ver­schie­de­ne Berei­che unter­teilt. Die­se Ein­tei­lung ist will­kür­lich und ori­en­tiert sich im nie­der­en­er­ge­ti­schen Bereich aus his­to­ri­schen Grün­den an der Wel­len­län­ge. Dabei wer­den jeweils Wel­len­län­gen­be­rei­che über meh­re­re Grö­ßen­ord­nun­gen mit ähn­li­chen Eigen­schaf­ten in Kate­go­rien wie etwa Licht, Radio­wel­len usw. zusam­men­ge­fasst. Eine Unter­tei­lung kann auch nach der Fre­quenz oder nach der Ener­gie des ein­zel­nen Pho­tons (sie­he unten) erfol­gen. Bei sehr kur­zen Wel­len­län­gen, ent­spre­chend hoher Quan­ten­en­er­gie, ist eine Ein­tei­lung nach Ener­gie üblich. 

Geord­net nach abneh­men­der Fre­quenz und somit zuneh­men­der Wel­len­län­ge befin­den sich am Anfang des Spek­trums die kurz­wel­li­gen und damit ener­gie­rei­chen Gam­ma­strah­len, deren Wel­len­län­ge bis in ato­ma­re Grö­ßen­ord­nun­gen reicht. Am Ende ste­hen die Längst­wel­len, deren Wel­len­län­gen vie­le Kilo­me­ter betragen. 

Die Umrech­nung der Wel­len­län­ge in eine Fre­quenz erfolgt mit der For­mel . Dabei ist die Licht­ge­schwin­dig­keit.

Die Berei­che des elek­tro­ma­gne­ti­schen Spektrums

Über­sicht elek­tro­ma­gne­ti­sches Spektrum 
Bezeich­nung
des
Fre­quenz­be­reichs
Unter-Bezeich­nung Wel­len­län­ge Fre­quenz Pho­to­nen-
Ener­gie
Erzeu­gung / Anregung  Tech­ni­scher Ein­satz
von bis von bis
Nie­der­fre­quenz Extre­me­ly Low Fre­quen­cy (ELF) 10 Mm 100 Mm 3 Hz 30 Hz > 2,0 · 10−33 J
 > 12 feV 
Boden­di­pol, Anten­nen­an­la­gen
Super Low Fre­quen­cy (SLF) 1 Mm 10 Mm 30 Hz 300 Hz > 2,0 · 10−32 J
 > 120 feV 
(ehe­mals) U‑Boot-Kom­mu­ni­ka­ti­on
Ultra Low Fre­quen­cy (ULF) 100 km 1000 km 300 Hz
0,3 kHz
3000 Hz
3 kHz
> 2,0 · 10−31 J
 > 1,2 peV 
Very Low Fre­quen­cy (VLF)
Myria­me­ter­wel­len
Längst­wel­len (SLW)
10 km 100 km 3 kHz 30 kHz > 2,0 · 10−30 J
 > 12 peV 
U‑Boot-Kom­mu­ni­ka­ti­on (DHO38, ZEVS, San­gui­ne, SAQ), Funk­na­vi­ga­ti­on, Puls­uh­ren
Radio­wel­len Lang­wel­le (LW) 1 km 10 km 30 kHz 300 kHz > 2,0 · 10−29 J
 > 120 peV 
Oszil­la­tor­schal­tung + Anten­ne Lang­wel­len­rund­funk, DCF77, Induk­ti­ons­koch­feld
Mit­tel­wel­le (MW) 100 m 1000 m 300 kHz 3 MHz > 2· 10−28 J
> 1,2 neV 
Mit­tel­wel­len­rund­funk, HF-Chir­ur­gie, (1,7 MHz‑3 MHz Grenz­wel­le, Kurz­wel­len­rund­funk)
Kurz­wel­le (KW) 10 m 100 m 3 MHz 30 MHz > 1,1 · 10−27 J
> 12 neV 
Grenz­wel­le, Kurz­wel­len­rund­funk, HAARP, Dia­ther­mie, CB-Funk, RC-Modell­bau
Ultra­kurz­wel­le (UKW) 1 m 10 m 30 MHz 300 MHz > 2,0 · 10−26 J
> 120 neV 
Oszil­la­tor­schal­tung + Antenne  Hör­funk, Fern­se­hen, Radar, Magnet­re­so­nanz­to­mo­gra­fie
Mikro­wel­len[1] Dezi­me­ter­wel­len 10 cm 1 m  300 MHz 3 GHz > 2,0 · 10−25 J
> 1,2 µeV 
Magne­tron, Klys­tron, Maser, kos­mi­sche Hintergrundstrahlung

Anre­gung von Kern­spin­re­so­nanz und Elek­tro­nen­spin­re­so­nanz, Mole­kül­ro­ta­tio­nen

Radar, Magnet­re­so­nanz­to­mo­gra­fie, Mobil­funk, Fern­se­hen, Mikro­wel­len­herd, WLAN, Blue­tooth, GPS, 2G, 3G, 4G, 5G
Zen­ti­me­ter­wel­len 1 cm 10 cm  3 GHz 30 GHz > 2,0 · 10−24 J
 > 12 µeV 
Radar, Radio­as­tro­no­mie, Richt­funk, Satel­li­ten­rund­funk, WLAN, 4G, 5G,
Mil­li­me­ter­wel­len 1 mm 1 cm 30 GHz 300 GHz
0,3 THz
> 2,0 · 10−23 J
> 120 µeV 
Radar, Radio­as­tro­no­mie, Richt­funk
Tera­hertz­strah­lung 30 µm 3 mm 0,1 THz 10 THz > 6,6 · 10−23 J
> 0,4 meV 
Syn­chro­tron, Freie-Elek­tro­nen-Laser, elek­tro­ni­sche Quellen  Radio­as­tro­no­mie, Spek­tro­sko­pie, Abbil­dungs­ver­fah­ren (z. B. Kör­per­scan­ner)
Infra­rot­strah­lung (Wär­me­strah­lung) Fer­nes Infrarot 50 µm 1 mm 300 GHz 6 THz > 2,0 · 10−22 J
> 1,2 meV 
Wär­me­strah­ler, Glo­bar, Syn­chro­tron
Mole­kül­schwin­gun­gen
Infra­rot­spek­tro­sko­pie, Raman-Spek­tro­sko­pie, Infra­rot­as­tro­no­mie
Mitt­le­res Infra­rot 3,0 µm 50 µm 6 THz 100 THz > 4,0 · 10−21 J
> 25 meV 
Koh­len­di­oxid­la­ser, Quan­ten­kas­ka­den­la­ser, Glo­bar Ther­mo­gra­fie, Infra­rot­spek­tro­sko­pie
Nahes Infra­rot 690 nm 3,0 µm 100 THz 385 THz > 8,0 · 10−20 J
> 500 meV 
Nd:YAG-Laser, Laser­di­ode, Leucht­di­ode Fern­be­die­nung, Daten­kom­mu­ni­ka­ti­on (IRDA), CD, Infra­rot­spek­tro­sko­pie
Licht Rot 640 nm 690 nm 384 THz 468 THz 1,59 – 1,93 eV  Wär­me­strah­ler (Glüh­lam­pe), Gas­ent­la­dung (Neon­röh­re), Farb­stoff- und ande­re Laser, Syn­chro­tron, Leucht­di­ode
Anre­gung von Valenz­elek­tro­nen
DVD, Laser­poin­ter, Daten­über­tra­gung (Licht­wel­len­lei­ter)
Rot, Grün: Laser­ni­vel­lier,
Beleuch­tung,
Colo­ri­me­trie,
Foto­me­trie,
Rot, Gelb, Grün: Licht­zei­chen­an­la­ge,
Vio­lett: Blu-ray Disc
Oran­ge 600 nm 640 nm 468 THz 500 THz 1,93 – 2,06 eV 
Gelb 570 nm 600 nm 500 THz 526 THz 2,06 – 2,17 eV 
Grün 490 nm 570 nm 526 THz 612 THz 2,17 – 2,53 eV 
Blau 430 nm 490 nm 612 THz 697 THz 2,53 – 2,88 eV 
Vio­lett 380 nm 430 nm 697 THz 789 THz 2,88 – 3,26 eV 
UV-Strah­len[2] Nahes UV („Schwarz­licht“) 315 nm 380 nm 789 THz 952 THz 3,26 – 3,94 eV  Gas­ent­la­dung, Syn­chro­tron, Excim­erla­ser, Leucht­di­ode Schwarz­licht Fluo­res­zenz, Phos­pho­res­zenz, Bank­no­ten­prü­fung, Foto­li­tho­gra­fie, Des­in­fek­ti­on, UV-Licht, Spek­tro­sko­pie
Mitt­le­res UV („Dor­no-Strah­lung“) 280 nm 315 nm 952 THz 1071 THz
1 PHz
3,94 – 4,43 eV 
Fer­nes UV 200 nm 280 nm 1 PHz 1,5 PHz 4,43 – 6,2 eV 
Vaku­um-UV 100 nm 200 nm 1,5 PHz 3 PHz > 9,9 · 10−19 J
6,2 – 12 eV 
XUV-Röh­re, Syn­chro­tron, Nano­plas­ma EUV-Litho­gra­fie, Rönt­gen­mi­kro­sko­pie, Nano­sko­pie
EUV 10 nm 121 nm 2,5 PHz 30 PHz >5,0 · 10−18 J

10,2 – 120 eV 

Rönt­gen­strah­len 10 pm 10 nm 30 PHz 30 EHz > 2,0 · 10−16 J
> 120 eV 
Rönt­gen­röh­re, Syn­chro­tron

Anre­gung von inne­ren Elek­tro­nen, Auger-Elek­tro­nen

medi­zi­ni­sche Dia­gnos­tik, Sicher­heits­tech­nik, Rönt­gen-Struk­tur­ana­ly­se, Rönt­gen­beu­gung, Pho­to­elek­tro­nen­spek­tro­sko­pie, Rönt­gen­ab­sorp­ti­ons­spek­tro­sko­pie, Rönt­gen­as­tro­no­mie
Gam­ma­strah­len > 0 10 pm 30 EHz > 2,0 · 10−14 J
> 120 keV 
Radio­ak­ti­vi­tät, Anni­hi­la­ti­on
Anre­gung von Kernzuständen
medi­zi­ni­sche Strah­len­the­ra­pie, Möß­bau­erspek­tro­sko­pie

Sie­he auch

Lite­ra­tur

  • DIN 5031 Teil 7: Strah­lungs­phy­sik im opti­schen Bereich und Licht­tech­nik; Benen­nung der Wel­len­län­gen­be­rei­che. Janu­ar 1984 (IR, VIS und UV).

Web­links

Com­mons: Elek­tro­ma­gne­ti­sches Spek­trum – Samm­lung von Bil­dern, Vide­os und Audiodateien

Ein­zel­nach­wei­se

  1. gehö­ren nach der Defi­ni­ti­on der VO Funk, Aus­ga­be 2012, Arti­kel 1.5 auch noch zu den Radiowellen.
  2. Deut­sches Insti­tut für Nor­mung (Hrsg.): Strah­lungs­phy­sik im opti­schen Bereich und Licht­tech­nik; Benen­nung der Wel­len­län­gen­be­rei­che. DIN 5031 Teil 7, Janu­ar 1984.

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